Red Nose Day mit der Evangelischen Jugend

Waffeln und Punsch für einen guten Zweck


Bianca Haase und Kathrin Schneeberg
von der Evangelischen Jugend Sehnde

Am Red Nose Day, den der Minimal-Markt am 12. Februar in Sehnde veranstaltete, nahm auch der Jugendmitarbeiterkreis (JUMAK) der Ev.-luth. Kirchengemeinde Sehnde teil. Mit vielen Fotos und Plakaten stellten sie ihre Jugendarbeit vor. Mit selbstgebackenen Waffeln und wohlschmeckendem Punsch trugen sie zum guten Zweck der Veranstaltung bei: knapp 60 Euro konnten abgegeben werden.
Pastorin S. Paul

Was ist eigentlich der Red Nose Day?

Die Rote Nase von der Insel

Seit 2003 beteiligt sich der Münchner Fernsehsender Pro 7 am Red Nose Day. Die Idee stammt aus Großbritannien, wo sich seit 1985 alle zwei Jahre die bekanntesten Comedians und Künstler eine rote Nase aufsetzen und für einen guten Zweck auftreten. Der Anlass war vor 20 Jahren die damalige Hungerkatastrophe in Äthiopien. Um dafür Geld zu sammeln, gründete eine Gruppe von Künstlern die Organisation Comic Relief, die inzwischen zu den größten karitativen Gruppen in Großbritannien zählt. Comic Relief verteilt die Einnahmen des Red Nose Days ohne Abzüge an wohltätige Einrichtungen. In der englischsprachigen Welt gehören ihr Künstler wie Rowan Atkinson alias Mr. Bean, David Beckham, Robbie Williams oder Elton John an. An der deutschen Show am 11. März um 20.15 Uhr nehmen unter anderem Atze Schröder, Ingo Appelt und Michael Herbig teil.

aus:
Anzeiger für Burgdorf und Lehrte
vom 11. Februar 2005
Red. Tz

Sehnde / Karitative Aktion des Minimal-Marktes zum Red Nose Day

Die Kartoffel muss auf dem Löffel bleiben

Im Alter von sechs Jahren ist man noch stolz darauf, dass die Polizei einem die Fingerabdrücke abnimmt. Niklas Wegner konnte auf dem Parkplatz des Minimal-Supermarktes auch durchaus beruhigt nach Hause gehen, denn der Kontaktbeamte Meinhardt Schlenker hatte nicht vor, die Abdrücke zu speichern. Niklas konnte sie behalten.

Dass der sechsjährige Sehnder eine angemalte rote Nase hatte, wies auf den Anlass der Aktion hin, denn Minimal hatte die Polizei, drei Kitas und örtliche Vereine zu einer Aktion zum Red Nose Day eingeladen. Der Fernsehsender Pro 7 veranstaltet am 11. März unter diesem Namen eine karitative Show, an der hauptsächlich Comedy-Künstler teilnehmen. Die Rewe-Gruppe beteiligt sich daran, wie Kathrin Haase vom Sehnder Markt erklärte, indem bundesweit in den Rewe-Märkten Aktionen geplant werden.

Am Freitag stand der Red Nose Day ganz im Zeichen der Kinder der Kindergärten Astrid-Lindgren-Schule, Marggrafstraße und Ladeholzstraße. Die Vier- bis Sechsjährigen veranstalteten einen Staffellauf, bei dem es darum ging, eine Kartoffel auf einem Löffel zu balancieren. Als Belohnung winkten Spiele für die jeweilige Kita-Gruppe sowie Süßigkeiten und ein Wutball für jedes Kind. Den könne man kneten, wenn man sich ärgert, erklärte der vierjährige Dennis aus der Ladeholzstraße – oder nochmal Staffel laufen.

Am benachbarten Polizeistand nutzten die Knirpse gleich die Gelegenheit, sich auf ein waschechtes Polizeimotorrad zu setzen. Für die fünfjährige Lina Lampe war das aber nichts Neues: „Papa hat auch ein Motorrad, da bin ich schon mitgefahren.“

An ältere Kinder und vor allem Erwachsene richtete sich das Angebot von Kriminaloberkommissarin Alexandra Frost und ihren zwei Kollegen von der Polizeiinspektion Burgdorf, die Fragen zum Thema Prävention gab. Dabei ging es sowohl um Gewalt und Drogen als auch um Verkehr.

Am Sonnabend wurde der Red Nose Day am Minimal zwischen 10 und 20 Uhr fortgesetzt. Neben der Polizei hatten sich die DLRG, die Leichtathletikabteilung des TVE und der TVE-Jugendwart Andreas Niesel angesagt. Die Mitarbeiter des Minimals hatten zudem eine Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen vorbereitet. Dieses Geld sowie der Erlös aus dem Verkauf von roten Nasen zum Aufsetzen wird für den Red Nose Day gespendet. Außerdem wurden Lose verkauft, mit denen Preise zu gewinnen sind. Tz