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Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Nagelprobe |
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So zugespitzt formulierte Gesine Meissner, FDP-MdL bei ihrem Referat am Internationalen Frauentag in Sehnde die Aufgabe von Politik und Gesellschaft. |
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Unter dem Thema „Die Zukunft gehört den Frauen“ zählte sie zunächst durch die Frauenbewegung erreichtes auf: die Präsenz von Frauen in Politik und Gesellschaft, die deutliche Bereitschaft aller Mädchen, in ihren Zukunftsplänen auch eine Berufsausbildung vorzusehen, den hohen Ausbildungsstandard bei Frauen, ihre Kompetenz in der Kommunikation und den sog. Soft skills, den Fähigkeiten, die fachliche Qualifikationen erst richtig zur Geltung bringen. |
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Aber sie lenkte auch den Blick auf das, was noch offen steht: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer noch größtenteils ein Frauenthema, die berufliche Palette der Frauen ist deutlich geringer als die der Männer, das Einkommen der Frauen ist immer noch im Durchschnitt um ca. 30 % geringer, in Führungspositionen sind sie unterproportional vertreten. Als Aufgabe für die Politik sieht Meissner u.a. folgende Aufgaben: Unsere Gesellschaft braucht flexiblere Arbeitszeiten, die eine Vereinbarung von Familie und beruf für Frauen und Männer ermöglichen. Kinder sind heute immer noch viel zu oft der Karriereknick im Berufsleben von Frauen, dies darf angesichts des demografischen Wandels nicht so bleiben. |
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Die Initiativen von Frauen vor Ort müssen gestärkt werden. Dazu gehören auch die Bestrebungen, die Arbeit der Frauenbeauftragten nicht einfach versanden zu lassen. Sie hob in diesem Zusammenhang noch einmal das Engagement des Arbeitskreises „Frauen für Sehnde“ hervor, der in diesem Jahr die Frauenkulturtage in Sehnde vorbereitete, damit ohne die fehlender Frauenbeauftragte Bewährtes nicht abbricht. Der Gender- Gedanke muss in Schule, Erziehung und Politik Raum greifen (Gender meint im Gegensatz zum biologischen Geschlecht das soziale Geschlecht, die Rollenbilder von Frauen und Männern, die uns anerzogen werden und die es zu reflektieren und zu ändern gilt.) Diskutiert werden muss auch die Frage, ob es nicht sinnvoll ist, die Koedukation, die gemischten Schulklassen zugunsten reiner Jungen- und Mädchenklassen aufzuheben, um sich besser den jeweiligen Stärken und Schwächen der Mädchen und Jungen im Lernen bestimmter Stoffe anpassen zu können. Meissner berichtete auch von einer interfraktionellen Initiative, die den Girls day 2006 für Jungen und Mädchen anbietet und so Mädchen die Möglichkeit bietet, typische Männerberufe kennen zu lernen, aber auch Jungen die Möglichkeit gibt, in soziale Berufe hineinzuschnuppern. |
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In der anschließenden regen Diskussion wurde deutlich, dass sich viel für die Frauen in den letzten Jahrzehnten geändert hat, aber der Eindruck, nun sei doch alles erreicht, bei weitem nicht zu trifft. |
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Evelyn Eikemeyer, die ehrenamtlich den
Arbeitskreis „Frauen für Sehnde“ leitet,
überreicht Gesine Meissner als Danke-
schön einen Blumenstrauß
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Text und Fotos: Pastorin Susanne Paul |
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