Dank-Anstöße - Aktion der Burgdorfer Kirchen auf dem Oktobermarkt 2005

Zurück in die Herzen und Köpfe der Menschen


Foto: HAZ-Archiv

„Essen, Trinken und bis tief in die Nacht bei guter Musik schwofen - dafür steht der Burgdorfer Oktobermarkt. Das ist sein Erfolgskonzept. Das es mehr gibt im Leben - das ahnen wir alle. Und die Kirche wird nicht müde, dieses „mehr“ in die Köpfe und Herzen der Menschen zurückzubringen.“ So beschreibt Pastor Wolfgang Thon-Breuker die Motivation für das Engagement der Kirchen auf dem Oktobermarkt.

Unter dem Logo „Kirche in Burgdorf“ stehen die Kirchen diesmal direkt an der an der Marktstraße am Eingang der St. Pankratiuskirche und werden dort eine Länge von 20 Metern belegen. Mit kreativen Mitmachangeboten, Information, Essen und Trinken wollen die vielen Mitarbeiter/innen ihren christlichen Glauben auf einladende Weise ins Gespräch bringen und mitten im Trubel zum Nachdenken anregen.

Dank-Anstöße heißt das Thema, über das die Kirchen in Burgdorf mit den Besuchern des Oktobermarktes 2005 von Freitag bis Sonntag in einen offenen Dialog treten wollen: „Danken statt jammern!“ sagt Pastor Dr Ronald Uden von der Paulusgemeinde und bittet die Oktobermarkt-Besucher um ihre Meinung.

Ist das Danken eine überflüssig gewordenen Höflichkeitsfloskel vergangener Zeiten? Besteht zwischen dem Danken und dem aneinander Denken ein innerer Zusammenhang? - Mit einem Team von Mitarbeiter/innen will der Pastor der Südstadt die Oktobermarkt-Besucher/innen auf eine Kultur des Dankens einstimmen.

Eine Dankstelle wird das Team der Landeskirchlichen Gemeinschaft aus der Heinrichstraße aufbauen. Denn Klagemauern gibt es schon genug! Die Landeskirchliche Gemeinschaft ist als einzige der Kirchen seit vielen Jahren auf dem Oktobermarkt präsent und bringt die meiste Erfahrung mit.

„Verliert man, wenn man das Danken nicht mehr wichtig nimmt, die Fähigkeit an andere zu denken und mit Menschen in Notlagen zu teilen?“ So fragt Jürgen Mollenhauer von der katholischen St. Nikolausgemeindegemeinde, die - vertreten durch die Kolpingfamilie - erstmals beim Oktobermarkt mitmacht.

Der neugegründete Verein „Benefizz, Gutes leben“ erklärt, warum er in der Hannoverschen Neustadt am 1. November ein ganz besonderes Geschäft eröffnet und warum er dafür die Hilfe der Burgdorfer braucht. Der Verein ist zuversichtlich, dass es in Burgdorf genug Menschen gibt, die aus christlicher Überzeugung etwas Gutes tun möchten.

Diakonin Anja Schawohl von der Martin Luther-Kirchengemeinde will besonders die St. Pankratius-Kirche mitten im Trubel als Raum der Stille entdecken.
In den Abendstunden (18 Uhr, 20 Uhr, 22 Uhr) werden am festlich geschmückten Erntedank-Altar Kurzandachten angeboten.
In der Verkündigung sieht auch die Baptistengemeinde (Jesusgemeinde) ihren Schwerpunkt. Sie ist mit einem kleinen Team vertreten.

Am Okobermarkt-Sonntag ist der traditionelle Erntedanktag der Kirchen. Deshalb wollen die Kirchen mit einem großen bunten Erntedankaltar auf dem Spittaplatz Gott für die Ernte des Jahres danken und nicht vergessen, das der bäuerliche Alltag in den Zeiten der Globalisierung von vielen Existenzsorgen geprägt ist. In Kooperation mit dem Bauernhof Lübbe aus Heeßel wird ein Team der St.- Pankratius-Kirchengemeinde Kürbissuppe ausschenken.

Am Samstag wird im Spittasaal von 14-17 Uhr eine Kaffeestube angeboten.
Der Förderverein zur Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche bietet Kirchturmbesteigungen an: Samstag und Sonntag jeweils von 14-20 Uhr