Der „Totentanz“ in der Kreuzkirche

Aufführung des Kirchenkreiskammerchores


Ausschnitt vom Lübecker Totentanz, dessen erste Fassung von Bernt Notke 1463 geschaffen wurde.

1350 gab es die erste Pest in Lübeck. Sie forderte ca. 6000 bis 7000 Todesopfer, das war ca. ein Drittel der Bevökerung. Die schlimmen hygienischen Verhältnisse in der Stadt waren der Hauptgründ für diese Seuchen. Im 14 Jahrhundert wiederholten sich die Pestseuchen fast alle 10 Jahre. Das Gemälde spiegelte die Angst vor dem Pesttod und dem Fegefeuer wieder.

(Quelle: Lübeck eine Hansestadt macht Geschichte/von A. Höppner/Weiland)

Der Kammerchor des Kirchenkreises Burgdorf bringt am 12. November um 19.00 Uhr in der Sehnder Kreuzkirche den Totentanz von Hugo Distler zur Aufführung.

Distler vertonte Ende der dreißiger Jahre den mittelalterlichen Totentanz aus Lübeck.
Diese Darstellungen erfreuten sich im Mittelalter großer Beliebtheit, wiesen sie doch zum einen darauf hin, dass vor dem Tod alle Menschen gleich sind und versuchten gleichzeitig, die Menschen zu einem gottesfürchtigen Leben aufzurufen.

Neben der Darbietung des Chores, unter der Leitung von Tina Röber-Burzeya, werden auch die Bilder des Totentanzes gezeigt sowie Texte aus dem Totentanz und der Bibel gelesen. Kirchenkreiskantor Martin Burzeya improvisiert dazu an der Orgel.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.



Der Wiener Akademieprofessor Herwig Zens lässt Bernd Notkes Bilderfries von 1463 in der Marienkirche wiederauferstehen: Auf 26 Metern Leinwand tanzen die Toten nun wieder mit den Lebenden. Die Beichtkapelle erstrahlt mehr als 60 Jahre nach der Zerstörung im April 1942 in neuem Glanz.