"Brot für die Welt" Aktion 2006: Ochsen für den Sudan

„Brot für die Welt“ Kirchenkreisaktion 2005/2006


Früher hatte die Familie von Achel Nyuol nie genug zu essen.

Die Aktion von „Brot für die Welt“ für das neue Kirchenjahr wurde am 1. Advent eröffnet. Sie steht unter dem Motto „fairgeben-fairsorgen-fairteilen - Gottes Spielregeln für eine gerechte Welt“. Der Kirchenkreis Burgdorf hat sich dafür ein Projekt im Südsudan ausgesucht:

Im Twic-Distrikt im Süden des Sudan leben 500.000 Menschen. Viele, die wegen des Bürgerkrieges geflohen waren, sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Fruchtbares Ackerland steht ausreichend zur Verfügung. Doch 20 Jahre Bürgerkrieg und wenig Kenntnisse über Anbaumethoden führen dazu, dass sich die Menschen nicht ausreichend ernähren können.

Früher hatte die Familie von Achel Nyuol nie genug zu essen. Doch dann hat die 43jährige Bäuerin gesehen, dass Bauernfamilien aus der Nachbarschaft das Feld mit Ochsenanspannung pflügten. Das hat die Bäuerin überzeugt, denn die Nachbarn haben damit enorm Zeit eingespart und konnten viel mehr anpflanzen. Drei Wochen lang marschierte Achel Nyuol mit ihren zwei Ochsen nach Turalei, um bei SUPRAID zu lernen, wie man Ochsen anspannt und mit Ochsen das Feld pflügt. Danach bekam sie einen Pflug, der von SUPRAID in Kenia für umgerechnet 153,- € gekauft wird. Achel Nyuol erwirtschaftet jetzt Überschüsse, damit bezahlt sie das Schulgeld ihrer fünf Kinder. "Brot für die Welt" will dieses Projekt der SUPRAID mit 77.485,- € unterstützen.

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass Brot für die Welt seine Zusage einhalten kann.

Bitte helfen Sie mit!

Rund 90.000 Euro haben die 18 Gemeinden im Kirchenkreis Burgdorf für die Aktion von „Brot für die Welt“ unter dem Motto „Lebensmittel Wasser“ im vergangenen Jahr gesammelt. Das sind etwa 30.000 Euro mehr als im Jahr 2003. Diese erfreuliche Bilanz legte kürzlich die Beauftragte für „Brot für die Welt“, Pastorin Johanna Friedlein aus Sievershausen, vor.

In Zeiten von Arbeitslosigkeit und deutlichen Einkommenseinbußen bei vielen Menschen sei dieses Ergebnis besonders hervorzuheben, sagt Friedlein. Neben einer Einzelspende in Höhe von 20.000 Euro aus einer Erbschaft haben die privaten Spender im Vergleich zum Vorjahr 10.000 Euro mehr gegeben – der genaue Vergleich: Im Jahr 2003 wurden 59.508 Euro gespendet, im Jahr 2004 89.084 Euro.

Mit diesem hohen Spendenaufkommen bekunden die evangelischen Gemeinden im Burgdorfer Land ihre Solidarität mit den Menschen in Entwicklungsländern. Die Christen aus dem Kirchenkreis wollen dazu beitragen, dass auch diese Menschen in Würde leben können.