Jede und jeder ist willkommen

Fast 60 Jahre helfen die Mitarbeiterinnen der Lehrter Bahnhofsmission


Foto: Andreas Anke

Jeder ist willkommen in den Räumen der Mission auf Gleis 11. Über 5000 Menschen besuchen die Bahnhofsmission in Lehrte jährlich. Fahrschüler, Reisende und Menschen, die nicht wissen wohin, finden dort Rat und Tat.

In der kleinen Küche der Bahnhofsmission kocht Anneliese Mudra (70)
für Stammgäste und Durchreisende Bratkartoffeln mit Spiegelei. Brand

Die Leiterin Frau Anneliese Mudra (70) und ihr Team von Ehrenamtlichen kümmern sich liebevoll um jeden. Am Donnerstag, den 24. November, werden wieder ab 15.00 Uhr die Mitarbeiterinnen den Passanten am Lehrter Fußgängertunnel die Arbeit der Bahnhofsmission vorstellen und Spenden für ihre Arbeit sammeln.

Bei gutem Wetter so kündigte Frau Mudra an, werde sie ihre Drehorgel mitbringen.

Allgemeine Infos über die Bahnhofsmission finden Sie unter folgender Internet-Adresse:
http://www.bahnhofsmission.de/bahn/html/suche/stadt/suche.php

Anzeiger der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 23. November 2005:
Spendenaufruf mit Leierkasten und Sammelbüchse

Lehrte. Drehorgelmusik tönte gestern durch die Passage am Neuen Zentrum. Anneliese Mudra (70) drehte die Leier ihres Musikkastens. Die Leiterin der Bahnhofsmission und ihre Helfer machten an der Unterführung auf sich aufmerksam, informierten über ihre Tätigkeit und sammelten Geld für die wohltätige Einrichtung. „Wir wollen daran erinnern, dass es uns gibt“, sagte Mudra.

Auch der zwölfjährige Pascal Mertin aus Hämelerwald war im Dienste der Bahnhofsmission mit Sammelbüchse und Infoblättchen unterwegs. Er kommt regelmäßig nach der Schule zur Mission, um dort auf den Zug nach Hämelerwald zu warten. Eine Passantin steckte einen Geldschein in die Büchse, eilte weiter.

Zwischen den Zügen, nach der Schule und an kalten Herbsttagen finden Menschen dort Unterkunft auf Zeit. Pro Jahr nehmen rund 5000 Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder das Angebot der Lehrter Mission in Anspruch. „Ich finde es wichtig, dass es so was gibt“, sagte Pascal Mertin. „Sonst müsste ich im Freien auf meinen Zug nach Hause warten.“

Bei der zweistündigen Sammelaktion sind gestern 163,50 Euro zusammengekommen. nd