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Iris Traut (34), Pressesprecherin NKR – Initiative Leben spenden
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Heleen ist schwer krank. Das 13 Monate alte Mädchen leidet an einer seltenen Form der Leukämie. Nur die Transplantation von Blutstammzellen eines gesunden Menschen mit genetisch identischen Merkmalen kann ihr Leben retten. Doch noch immer haben viele Menschen Angst, sich typisieren zu lassen. Eine Befürchtung, die unbegründet ist, sagt Iris Traut (34), Pressesprecherin NKR – Initiative Leben spenden. |
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Typisieren heißt die Entnahme von etwa fünf Millilitern Blut aus der Armvene und dauert nur wenige Minuten. Aus diesem Blut werden die ersten vier Gewebemerkmale bestimmt. Die Ersttypisierung muss über Spendengelder in Höhe von je 50 Euro finanziert werden. |
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Die aufgenommenen persönlichen Spenderdaten verbleiben ausschließlich in der Datei des NKR – Initiative Leben spenden. Lediglich die Spendernummer sowie die Laborergebnisse werden an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschlands (ZKRD), eine große Datenbank, in der sämtliche Ergebnisse aus Deutschland zusammen fließen und verwaltet werden. Das ZKRD ist mit allen nationalen Registern auf der ganzen Welt vernetzt. Das heißt also, dass jeder Patient – so auch die kleine Heleen – auf alle 10,6 Millionen Spender weltweit zurückgreifen kann. |
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Auf der anderen Seite bedeutet dies auch, dass jeder Spender für alle Patienten auf der Welt zur Verfügung steht. Ein humanes Netzwerk, das betroffenen Menschen die Chance auf ein zweites Leben schenken kann. |
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Insgesamt zehn Merkmale müssen für eine Transplantation übereinstimmen. Ist das der Fall und ist der Spender zur Blutstammzellspende bereit, erfährt er eine gründliche körperliche Untersuchung. Die eigentliche Blutstammzellspende erfolgt heute in mehr als 95 Prozent der Fälle ambulant und ist in der Art einer ganz speziellen Blutspende: Dem Spender wird aus einer Armvene Blut entnommen. Dieses läuft durch ein geschlossenes Einmal-Schlauchsystem in eine Zentrifuge. Hier werden die Blutstammzellen abgesammelt. Anschließend erhält der Spender sein Blut zurück. Diese Prozedur dauert etwa fünf bis sechs Stunden. Die Blutstammzellen wurden zuvor mit Hilfe eines körpereigenen Stoffes vermehrt und sind aus dem Knochenmark in das zirkulierende Blut ausgetreten. |
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Der Spender hat keinen Blutverlust und kann danach sofort nach Hause gehen. Seine Blutstammzellen aber bedeuten neues Leben für einen Menschen, der ohne diese sterben würde. Je mehr bereit sind, sich typisieren zu lassen, desto größer ist die Chance für Patienten, ihren genetischen Zwilling zu finden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nkr-mhh.de. |
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Gastkommentar Iris Traut, Pressesprecherin NKR – Initiative Leben spenden |
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aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom 30. September 2006 |
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