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Michael Benkowitz ist Jugenddiakon im evangelisch-lutherischen Kreisjugenddienst Burgdorf |
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„Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten.“ (Zitat – Herkunft unbekannt) |
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Viel wird momentan über die Zukunft von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft diskutiert. Oftmals entsteht dabei ein Bild ähnlich dem, wie es in obigem Zitat zum Ausdruck kommt. Bildungsdefizitär und leistungsunwillig seien viele. Im Kommentar der Hannover-schen Allgemeinen Zeitung vom 28.10.2006 wird u.a. zitiert, dass unter Berliner Schülern eine weit verbreitete Parole gelte, „Ich werd’ Hartz IV, das reicht mir“. Ob uns diese Stimmungsmache weiter bringt, bleibt ebenso zu bezweifeln, wie der Wahrheitsgehalt der angeblich weit verbreitet geltenden Parole. |
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Eine bundesweit aktuelle Studie zu „Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit“ weist andere Fakten auf. Wenn es um die Arbeit in Jugendverbänden geht, sind Jugendliche aktive Gestalter mit großem Einsatzwillen und hohem freiwilligen Engagement. Immerhin rund zehn Prozent aller Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren nutzen der Studie zufolge Angebote der Evangelischen Jugend. Einzig die Sportjugend erreiche mehr Jugendliche. Und ein weiteres zentrales Ergebnis zeigt, Jugendliche wollen gemeinsam mit anderen etwas Sinnvolles für sich und für andere tun. Eine Leistung, die offenkundig dem widerspricht, was obiges Zitat versucht, zu unterstellen. Und vielmehr noch eine Leistung, die Gesellschaft und Kirche dazu ermutigen sollte, noch mehr mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, als über sie zu reden. |
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