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Mehr als 200 Menschen haben am Donnerstagabend die Aufführung der Kinderoper Brundibár in der St. Pankratiuskirche erlebt. Das 1938 komponierte Werk des tschechischen Komponisten Hans Krása erinnert an die Kinder von Theresienstadt. |
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Evelina Merová und Helga Hosková waren elf und zwölf Jahre alt, als sie Hans Krásas Kinderoper Brundibár im Ghetto Theresienstadt zum ersten Mal gehört haben. Insgesamt 55 Mal wurde sie dort gespielt. Am meisten berührt hatte sie damals das Wiegen- und das Siegeslied. Am Donnerstagabend konnten die beiden Pragerinnen, die im Rahmen der Gedenkwoche zum Schicksal der Juden nach Burgdorf gekommen waren, die 1941 uraufgeführte Oper wieder erleben – eine Reise in die Kindheit. Eingeladen hatten die Burgdorfer Kirchengemeinden zusammen mit dem Kulturverein Scena. |
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Es war beeindruckend, mit welcher Intensität und Freude der Kinderchor der Kantorei und der Burgdorfer Kinderchor unter der Leitung von Tina Röber-Burzeya die Geschichte zweier Geschwister sangen und spielten. Die beiden haben kein Geld, um für ihre kranke Mutter Milch zu kaufen. Als sie auf dem Marktplatz den Leierkastenmann Brundibár sehen, der mit seiner Musik reich wird, versuchen sie es auch mit Singen. Aber Brundibár (mit ihm ist Hitler gemeint) verjagt sie, denn er herrscht hier allein. Doch dann kommen den Geschwistern die Tiere und andere Kinder zur Hilfe. Am Schluss siegen die, die zusammenhalten, was auch die Botschaft der Oper ist. Viel Mühe hatten sich die Kinder auch mit den Kulissen gegeben: Die Häuserfronten, den Brunnen und die Bäckerei hatten sie selbst gebastelt und liebevoll bemalt. Die Zuschauer waren regelrecht begeistert. Als Zugabe gab es das Lieblingsstück von Merová und Hosková: das Wiegenlied. |
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aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Lehrte 11. November 2006 |
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Red. und Fotos: Susanne Wallentin |
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Am Schluss schlagen Kinder und Tiere den herrschsüchtigen Leierkastenmann Brundibar in die Flucht.
Foto: Wallentin
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