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Friedrich Kanjahn ist Pastor in der Kirchengemeinde Dollbergen-Schwüblingsen |
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Die Waldbrände in Griechenland sind weit weg. Fragt man jedoch hier lebende Griechen nach ihrer Heimat, dann zeigen sie große Betroffenheit. Würden solche Waldbrände bei uns wüten, mit über 60 Toten, dann wäre das mehr als eine Katastrophe. |
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Dieser Sommer mit seinen Regentagen und dem wechselhaften Wetter bei uns mag ein Hinweis auf Klimaveränderungen sein. Beides gehört zusammen, die Brände infolge der Hitze in Griechenland und unser Wetter mit lokalen Überschwemmungen. |
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Immer wieder stellt sich die Frage: Warum? Gründe mögen schnell gefunden sein (Klimaveränderung, Bodenspekulation, Nachlässigkeit), aber sie mindern die Katastrophe nicht. |
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Dann ist das eigene Leben in Frage gestellt – ebenso infolge eines schweren Verkehrsunfalls oder einer schweren Krankheit: Hat das Leben überhaupt noch einen Sinn? Wie kann es in diesem Chaos weitergehen? In solchen Situationen kann Notfallseelsorge hilfreich sein. Notfallseelsorge ist keine neue Einrichtung, sondern nur eine zeitgemäße Organisationsform der kirchlichen Seelsorge. Sie soll es möglich machen, dass zu jeder Zeit jemand gerufen werden kann. Damit jemand da ist, zum Zuhören, um bei den Betroffenen sein und das Chaos mit auszuhalten, auch wenn das Weinen die Worte verschlingt. |
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Seelsorge löscht kein Feuer, rettet kein Leben im physischen Sinn, kann Tote nicht lebendig machen. Aber Seelsorge kann einen Weg in die Zukunft weisen und so mehr als ein Leben retten. Wenn in Zeitungsmeldungen Notfallseelsorge erwähnt wird, dann war jemand für die Betroffenen da. So wie Paulus die Nähe Gottes beschreiben konnte: „Denn ich bin gewiss, dass uns nichts von der Liebe Gottes trennen kann.“ (Römer Kapitel 8, Vers 39) |
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