Gemeinde trinkt fair gehandelten Tee und Kaffee

kirche will den Kaffee- und Teebauern helfen


Friedemann Pannen und Ulrike Elgert bringen das Schild „Wir trinken Kaffee aus fairem Handel“ am Eingang des Gemeindesaals an.
Foto: Schiller

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Uetze dokumentiert jetzt nach außen, dass sie bei ihren Veranstaltungen in Uetze Kaffee und Tee aus fairem Handel ausschenkt. Ein entsprechendes Hinweisschild haben gestern Pastor Friedemann Pannen und die Küsterin Ulrike Elgert neben dem Eingang zum Uetzer Gemeindesaal angebracht.

Bei Produkten aus fairem Handel erhalten die Bauern einen höheren Erlös als üblich. Dafür sind diese Waren auch teurer. Elgert kauft das Pfund Kaffee für 6,60 Euro im kirchlichen Benefizz-Laden in Burgdorf ein. Nach Auskunft der Diakonin Karin Lawrenz-Maier haben bis auf eine Ausnahme auch Uetzer Lebensmittelgeschäfte fair gehandelte Produkte in ihren Regalen.

Gertraude Bode, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Uetzer Kirchengemeinde, wirbt dafür, auch privat Kaffee aus fairem Handel zu trinken. Wenn die Kaffeebauern für ihre Arbeit einen gerechten Preis bekämen, seien sie nicht auf Almosen angewiesen, meint die Uetzerin.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 28. September 2007
Red. F. Schiller

Bericht aus der Gemeinde

Angefangen hat alles mit der Initiative der Küsterin, Ulrike Elgert. „Ich habe durch das Internet erfahren, dass andere Kirchengemeinden fair gehandelten Kaffee und Tee ausschenken.“ berichtet die 46jährige aus Benrode. Danach hat Ulrike Elgert fair gehandelten Kaffee und Tee eingekauft. Im Seniorenkreis wurde er probiert und für gut befunden. Schließlich fasste der Kirchenvorstand den Grundsatzbeschluss, dass bei Veranstaltungen in der Kirchengemeinde ausschließlich fair gehandelter Tee und Kaffee ausgeschenkt wird.

Damit beteiligt sich die Kirchengemeinde Uetze an einer Aktion von Brot für die Welt

1.000 Kirchengemeinden will Brot für die Welt überzeugen, dass fair gehandelter Kaffee besser ist. „Denn der geringe Mehrpreis kommt den Kaffeebauern unmittelbar zugute.“ weiß Gertraude Bode zu berichten, die in der Kirchengemeinde mit vielen anderen für den Seniorenkaffee zuständig ist.

Friedemann Pannen