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Susanne Paul ist Pastorin in Sehnde und stellvertretende Superintendentin des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf |
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Kennen Sie das, wenn Sie ganz lange auf etwas gehofft haben und dann wird es Wirklichkeit? Dieses leichte Gefühl der Enttäuschung, das darauf hinweist, dass das Hoffen und das sich ausmalen, wie es werden wird, doch noch ein bisschen schöner als die Realität war? |
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Genauso erging und ergeht es noch vielen mit der Wiedervereinigung. So lange hatte man davon geträumt, dass die Grenze eines Tages fallen würde. Und als sie dann fiel – da gab es neben aller Freude und Dankbarkeit viel Ernüchterung. |
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Das hing sicher auch damit zusammen, dass manches, um politische Mehrheiten zu bekommen, entgegen dem eigenen Wissen einfacher dargestellt wurde, als es war. Unbequeme Wahrheiten, besonders die, die dann auch noch den eigenen Geldbeutel betreffen, hören wir alle nicht gerne. Ich finde, damit muss endlich Schluss sein. Wunder wie die Ereignisse im Herbst 1989 sind nicht umsonst zu haben und wir sollten Politikerinnen und Politiker nicht dafür bestrafen, wenn sie harte Fakten sagen. Gerade denen müsste unsere Zustimmung gehören, die uns Hoffnung auf Veränderung zum Guten machen, aber auch den Preis dafür nicht verschweigen. |
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Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit, heißt es im 2. Timotheusbrief. Im Vertrauen darauf sollten wir daran arbeiten, uns nicht in falsche Hoffnungen zu flüchten, sondern unsere Hoffnungen Stück für Stück Wirklichkeit werden zu lassen. |
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