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Johann Christophers ist Pastor in der Kirchengemeinde Ilten-Bilm-Höver |
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Ich wollte dir doch mal wieder ‘Hallo’ sagen...“ Ein Freund schreibt nach langer Zeit eine Ansichtskarte. Das Foto auf der Karte ist mir vertraut. Innere Bilder steigen auf: Ein kleines Dorf auf einem Hügel im französischen Burgund. Seit 50 Jahren treffen sich an diesem Ort junge Menschen, Familien, alleinstehende Erwachsene. Es sind Menschen aus Kirchengemeinden oder religiösen Gemeinschaften; aber auch Frauen und Männer, die keiner Kirche angehören. Taizé – so heißt der Ort – ist für viele Menschen weltweit zu einem Kraftzentrum geworden. |
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Der Begründer der Gemeinschaft von Taizé, der protestantische Theologe Roger Schutz, hat 1940 hier in der Nähe von Cluny eine Bewegung ins Leben gerufen, die von einer Vision getragen ist: Die Versöhnung unter den Christen soll zum Frieden in der Menschheitsfamilie beitragen. Heute gehören über 100 Männer aus allen Erdteilen diesem ökumenischen Orden an. Wer der Einladung der Gemeinschaft folgt, lebt für eine Woche mit bis zu 6000 Menschen zusammen. Gemeinsam wird geredet und gearbeitet; es entstehen internationale Freundschaften. Alle nehmen an den Gottesdiensten von Taizé teil. Dreimal am Tag rufen die Glocken zum Gebet, zum Schweigen, zum Hören, zum Singen. Die Gottesdienste sind eine besondere Kraftquelle. |
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Seit der Ermordung des Begründers von Taizé vor zwei Jahren leitet Frère Alois, der aus Stuttgart stammt, die Brüdergemeinschaft. Er ist Katholik. Aber die Konfession spielt an sich nicht die entscheidende Rolle. Das Entscheidende ist, dass Christen sich auf einen Weg der Versöhnung begeben, einen Pilgerweg des Vertrauens. Die Gebete und Gesänge von Taizé bereichern seit vielen Jahren auch Gottesdienste. Ich kann in meiner Gemeinde den Gottesdienst neu als Kraftquelle für den Alltag entdecken. |
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Immer am 3. Sonntag im Monat feiert die evangelisch-lutherische Kirchegemeinde in Ilten um 17 Uhr einen Gottesdienst nach dem Gebet von Taizé. |
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