Die Stadt plant neue Krippen

In Ortsteilen sind Standorte mit jeweils 15 Plätzen vorgesehen – Gespräche in Ilten


Die Stadt Sehnde plant die Einrichtung weiterer Krippenplätze für das Jahr 2008. Mit der Kirchengemeinde Ilten laufen dazu bereits Gespräche. Das Gemeindehaus müsste für die neue Nutzung aber umgebaut werden. Auch Rethmar kommt als Standort infrage.

Die Stadt will die Anzahl der Krippenplätze – bisher gibt es rund 30 in der Kernstadt – weiter aufstocken. „Zusätzlich zur Erweiterung des Spatzennestes, das ja Anfang 2008 um 15 Plätze erweitert wird, planen wir Gruppen in Ilten und im östlichen Bereich – möglicherweise in Rethmar“, sagt Fachbereichsleiterin Monika Sommer.

In diesen Ortsteilen sieht sie das größte Potenzial, dort gibt es viele Baugebiete mit jungen Familien. „Wir möchten ab August 2008 insgesamt 15 Plätze im Gemeindehaus anbieten“, bestätigt Pastor Johann Christophers Gespräche von Kirchenvorstand und Stadtverwaltung. Als Modell dient die Krippe im Bonhoefferhaus: Die Trägerschaft würde die Kirche übernehmen, die Stadt unterstützt finanziell. „Noch ist da nichts entschieden“, betont Christophers. Die neue Krippengruppe soll dann in die Räume der Kinderinsel im Gemeindehaus einziehen, diese müssten dafür umgebaut werden. In der privaten Initiative werden derzeit dreimal wöchentlich Kinder betreut. „Wir wollen bis zum Frühjahr für diese Initiative eine angemessene Alternative finden“, sagt Christophers.

Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse begrüßt die Pläne: „In Ilten muss unbedingt etwas getan werden. Man kann nicht immer neue Wohngebiete bauen und junge Familien herholen, man muss auch die Infrastruktur der Entwicklung anpassen.“

Auch in Rethmar könnte es bald eine Betreuung für Kleinstkinder geben. „Die Stadt hat bei uns auf der Suche nach Plätzen schon angefragt“, bestätigt Pastor Sven Kahrs. Aber hier gestaltet sich die Umsetzung bei der evangelischen Kirche viel schwieriger: „Wir haben dafür momentan keine Räume“, sagt Kahrs.

Pastor Johann Christophers will im Gemeindehaus eine Krippe anbieten. Der Kirchenvorstand ist dazu mit der Stadtverwaltung in Gesprächen. Derzeit werden die Räume noch von der privaten Initiative Kinderinsel genutzt.
Foto: Oswald-Kipper

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Lehrte
vom 19. Oktober 2007
Red. Patricia Oswald-Kipper