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Tina Röber-Burzeya (links) probt mit der Jugendkantorei für das Singspiel.
Foto: Heinze
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Im vergangenen Jahr hatten die Kinderchöre der St.-Pankratius-Kirchengemeinde und der Burgdorfer Kinderchor mit ihrer Kinderoper „Brundibar“ den inhaltlichen Aufschlag zum Gedenkweg gemacht. Dieses Mal leitete die Jugendkantorei der Pankratius-Gemeinde die Veranstaltung mit dem Singspiel „Hiob – Fragen nach dem Leben“ ein. Das Besondere: Die Dialoge des Singspiels von Siegfried Fietz haben die Sängerinnen selbst in jugendgerechte Sprache umformuliert. Zudem ergänzten die Chormitglieder eine Szene und erweiterten das Stück so thematisch. |
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„Die Texte waren nicht so, wie wir reden“, begründete am vergangenen Freitag die Sängerin Henrike Kabus das Engagement der zwölf bis 17-jährigen Chormitglieder. Die inhaltliche Zuspitzung der Singspielvorlage auf das Thema „Fremdenfeindlichkeit“ lag für die Sängerinnen nahe, weil dieses Thema häufig in den Medien und auch im Schulunterricht auftaucht. |
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Das Stück beginnt jetzt mit einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Rechtsradikalen und Jugendlichen aus der Hip-Hop-Szene, bevor es das Thema an dem dramatischen Schicksal des leidenden Zweiflers Hiobs weiter vertieft. Die Kantorin Tina Röber-Burzeya hat die Szenen und balladenartigen Lieder mit der Kantorei eingeübt. Kantor Martin Burzeya begleitet den Chor am E-Piano. 17.30 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche am Spittaplatz. |
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Der Gedenkweg führte ab 18.30 Uhr vom Rathaus I an der Marktstraße 55 zur ehemaligen Synagoge und dann mit einem Zwischenstopp am Mahnmal am Schwarzen Herzog und an der Uetzer Straße 12 zum jüdischen Friedhof. Eingeladen hatten die Kirchengemeinden der Stadt Burgdorf in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Scena. |
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Der Kommentar |
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Wichtiger Brückenschlag Von Stefan Heinze |
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Die biblische Erzählung von Hiob ist doch noch aktuell. Wer das bezweifelt, kann sich beim Singspiel „Hiob – Fragen nach dem Leben“ vom Gegenteil überzeugen. Die Sängerinnen der Jugendkantorei zeigen, dass auch das Thema Fremdenfeindlichkeit Parallelen zu der alttestamentlichen Geschichte des Zweiflers an einem gnädigen Gott aufweisen kann. Dieser aktualisierende Brückenschlag verdient Anerkennung. Den Teilnehmern des Gedenkweges zeigt er, dass das Erinnern immer auch Bezug zur Gegenwart haben sollte. |
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aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom 9. November 2007 Red. Stefan Heinze |
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aktualisiert 11. November (Internetredaktion) |
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