Zum Sonntag

Volkstrauertag: Sich erinnern und Zeichen setzen


Friedhelm Neumann ist Sozialpädagoge und Kirchenkreissozialarbeiter im Diakonieverband Hannover-Land Aussenstelle Burgdorf

Volkstrauertag: was hat es mit diesem Feiertag auf sich?

Wir erinnern uns an Krieg und Gewalt und Schwerter zu Pflugscharen, wir erinnern uns an Andersdenkende und Andersgläubige und wir erinnern uns an den Schutz von Minderheiten und Glaubensfreiheit, wir erinnern uns an Terror und Gewaltherrschaft – und an Demokratie und Freiheit.

Wir tun das seit mehr als 50 Jahren. Aber was folgt daraus? Immer noch leben Menschen in Unfreiheit und Unterdrückung, immer noch werden Menschen getötet wegen ihrer Überzeugung und ihrem Glauben, immer noch gibt es Krieg und Gewalt

Aber es gibt auch Gebiete in den Frieden herrscht, aber es gibt auch Länder, in denen niemand sterben muss wegen seiner Überzeugung und seinem Glauben, aber es gibt auch Staaten, in denen Demokratie und Freiheit die Menschen schützen.

Wenn du dich morgen öffentlich erinnerst, trittst du damit ein für Toleranz und Glaubensfreiheit. Wenn wir uns morgen öffentlich erinnern, setzen wir damit ein Zeichen gegen Unterdrückung und Unfreiheit.
Wenn du dich mit uns morgen öffentlich erinnerst, stehen wir ein für den Frieden in der ganzen Welt.