include_once ("/var2/www/html/kk-burgdorf/www.kirchenkreis-burgdorf.de/amiscara/cls/cl_RuntimeEngine.php"); ?> $__runtime = new RuntimeEngine(); ?>

Biblisches Drama in drei Dimensionen: Soli und Duette kamen aus dem Chorraum, aber auch von der Altarkanzel. Photo: Bierod
|
Brausender Beifall, minutenlange Ovationen, Bravo-Rufe: Euphorisch feierte das Publikum Solisten, Chor, Orchester und Kirchenkreiskantor Martin Burzeya für die überwältigende Aufführung des Elias-Oratoriums von Felix Mendelssohn Bartholdy. |
|
|
Nach 180 Minuten entlud sich in der ausverkauften St.-Pankratiuskirche die Begeisterung über Wucht und Rasanz des emotionsreich gesungenen Dramas. Aber auch Bewunderung schwang mit für das nahtlose Zusammenspiel der Burgdorfer Kantorei mit der Bremer Kammersinfonie und den Solisten. |
|
|
Ein unablässiger Strom von Stimmen des Chores im raschen Wechsel mit Sopran (Heidrun Luchterhandt, Heidelberg), Alt (Mareike Morr, Hannover), Tenor (Clemens-C. Löschmann, Bremen) und Bass (Thilo Dahlmann, Düsseldorf) zeichnet Mendelssohns berühmtes Oratorium aus, das einem Singspiel ähnlicher scheint als einem schlichten Gebet. Von Beginn an ist der Zuhörer mittendrin im Kampf des Propheten Elias gegen die heidnische Vielgötterei. Es beginnt wie im 1. Buch der Könige mit Elias Prophezeiung der Dürre, der hoffnungsfrohe, ergreifende und bedrohliche Stimmungslagen im ständigen Wechsel folgen. Während die Solostimmen die Geschichte vorantrieben, erzeugte der Chor die atmosphärische Dichte. In der St. Pankratiuskirche bot sich die Umsetzung der drei Dimensionen auch räumlich an. Mit den Sängern im Vordergrund, dem Orchester in der Mitte und dem Chor auf Rängen ergab sich für die Zuhörer auf der Empore der optimale Raumklang, zumal Soli und Duette auch von der Altarkanzel gesungen wurden. |
|
|
Schon eine Stunde vor Aufführung suchten erfahrene Konzertbesucher ihre Plätze deshalb direkt über dem Orchester. So kamen die Stimmen der Solisten von der einen und die des Chores von der anderen Seite. Manche Besucher sangen das Libretto leise und auswendig mit. Andere lasen vom Blatt ab oder schlossen die Augen, trockneten bisweilen eine Träne. So erwies sich der Abschluss der Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Burgdorfer Kantorei auch als Geschenk mit heilsamer Wirkung. |
|
|
aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom 20. November 2007 Red. Ralf Bierod |
|
|
|
|
|
|
|