Zum Sonntag

Die Zusage Gottes gilt für immer


Wolfgang Thon-Breuker ist Pastor der St.-Pankratius-Gemeinde in Burgdorf

Am vergangenen Sonntag war Ewigkeitssonntag. Wer im zurückliegenden Jahr einen Angehörigen verloren hat, wurde von seiner Kirchengemeinde persönlich eingeladen. Im Gottesdienst werden die Namen der Verstorbenen gelesen. Niemand soll vergessen werden. Jeder Name ist wichtig. Das Leben eines jeden Menschen enthält eine unendliche Vielfalt kostbarer Geschichten.

In unserer Taufe hat Gott uns Menschen einst ganz persönlich angesprochen: „Du bist einzigartig. Du bist mir recht, so wie du bist, mit deinen Möglichkeiten und Grenzen, mit deinen liebenswerten und mit deinen schwierigen Eigenschaften, mit deinen Sehnsüchten und Träumen, mit deinen Ängsten und Hoffnungen.“
Wir sind geliebt. Das ist und das bleibt die ewige Zusage Gottes an uns Menschen. Sie gilt auch über den Tod hinaus. Sie gilt, auch wenn es oft schwerfällt, diese Zusage mit dem Herzen zu erfassen. In unserer Zeit, in der ein Ereignis das andere jagt, kommt uns der große Zusammenhang des Lebens immer mehr abhanden.
Doch Gottes Uhren gehen anders. 1000 Jahre sind bei Gott wie der Tag, der gestern vergangen ist. So unendlich groß und noch viel mehr ist die Gotteszeit. Sie rechnet mit Beziehungen, die über Generationen halten und wachsen. Und sie rechnet mit der Ewigkeit.
Im Speisesaal eines Klosters las ich folgende Inschrift: „Die einzige wichtige Nachricht dieses Tages ist die Nachricht vom Anbruch der Ewigkeit mitten in unser Leben.“