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Der Sitzungsraum der Außenstelle Burgdorf des Diakonieverbandes Hannover-Land in der Schillerslager Str. 9 war mit Kolleginnen, Kollegen und Ehrengästen gut gefüllt. Alle kamen, um dem Kirchenkreis-Sozialarbeiter Friedhelm Neumann, zu seinem 25jährigen Dienstjubiläum zu gratulieren: |
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Facheinrichtungen, wie beispielsweise der Schuldnerberatung, dem Hospizdienst, dem Kreisjugenddienst, der Fachstelle für Sucht- und Suchprävention, der Tageswohnung, der Jugendwerkstatt - der ehemalige Leiter des Kirchenkreisamtes Adolf W.Pilgrim, der stellvertretende Superintendent Dr. Emmendörffer, der Vorsitzende des Diakonieausschusses Pastor Müller-Brandes, der Geschäftsführer des Diakonieverbandes, Jörg Engmann und der Diakoniepastor Christian Klatt. |
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Ansprache des Diakoniepastors in der Feier am 30. November: |
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Wir befinden uns unmittelbar vor der Adventszeit. Advent das hat etwas mit Erwartung, Freude und Hoffnung zu tun. Das ist nicht bloß die Vorfreude der Kinder auf das Weihnachtsfest. Sondern das ist eine theologisch qualifizierte Erwartung, Freude und Hoffnung. Sie richtet sich auf die Ankunft des Gottessohnes, auf sein Kommen in unsere Welt. Gott läßt unsere Welt nicht im Stich, er überläßt uns Menschen nicht unserem Schicksal, sondern er kommt, er ist uns nahe, er stellt sich uns an die Seite, er will uns stärken und ermutigen. |
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Das ist die frohe Botschaft des Advent, davon reden die Bibeltexte an den kommenden Sonntagen. |
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Einer dieser Texte ist der Lobgesang des Zacharias aus dem Lukas-Evangelium. Darin heißt es am Schluß: |
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Uns wird besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. |
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Die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes das klingt dramatisch. Aber die Lebenswirklichkeit vieler Menschen damals wie heute ist dramatisch! Mit solchen Menschen haben Sie es tun in der Kirchenkreissozialarbeit: mit Hartz IV Empfängern, die mit dem ALG II hinten und vorne nicht auskommen, mit jungen Müttern, denen alles zu viel wird und die dringend eine Auszeit, eine Kur brauchen, mit Menschen, denen die Grundlagen ihres Lebens weggebrochen sind, weil sie arbeitslos geworden sind oder weil ihre Ehe auseinandergegangen ist oder weil ihre Pläne durch einen schweren Schicksalsschlag völlig über den Haufen geworfen wurden. |
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Solche Menschen kommen zu Ihnen in die Kirchenkreissozialarbeit, und sie finden bei Ihnen ein offenes Ohr, ein freundliches Herz, professionellen Rat, konkrete Hilfe. Und damit verwirklicht sich immer wieder neu ein Stück weit von dem, was in diesem Bibeltext verheißen wird: Es soll nicht dunkel bleiben über denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Gott möchte, daß es hell wird in ihrem Leben, daß sie wieder eine gute Perspektive haben, daß sie wieder Tritt fassen. |
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Es ist also eine durch und durch adventliche Aufgabe, der Sie sich und wir alle uns in der Diakonie verschrieben haben: Menschen wieder Hoffnung geben und sie dazu ermutigen und dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. |
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Diese adventliche Aufgabe haben Sie zu Ihrer Lebensaufgabe gemacht, lieber Herr Neumann, nun schon seit errechneten 25 Jahren. Begonnen hat es mit dem Studium an der FH Hildesheim und dem erfolgreichen Abschluß als Dipl. Soz.Arb. und Soz.Päd. Dann kam das Berufspraktikum in der Kirchenkreissozialarbeit bei Manfred Dick in Garbsen. Die ersten Berufsjahre im Sozialamt der Stadt Sehnde haben dafür gesorgt, daß Sie die Dinge nicht nur immer durch eine kirchliche Brille sehen das kann ja manchmal auch ein verengter Blickwinkel sein. Aber dann war es natürlich richtig, daß Sie in die kirchliche Sozialarbeit zurückgekehrt sind und seit nunmehr 20 Jahren hier im KK Burgdorf Ihren Dienst tun. |
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Anfangs war Ihr Büro in der Wallgartenstr. im damaligen KKA untergebracht. Von daher rührt Ihr kollegiales und freundschaftliches Verhältnis zu Herrn Pilgrim und auch zu Herrn Frerichs. Gemeinsam und auf Ihre Initiative hin haben Sie die Schuldnerberatung in Burgdorf aufgebaut, die dann 1991 mit Agnes Meine eine eigene Fachkraft bekam. Zusammen mit Ihrer Berufspraktikantin Frau Steffmann wurde später der Hospizdienst ins Leben gerufen. Auch bei der Gründung der Jugendwerkstatt waren Sie maßgeblich beteiligt. Nach einer räumlichen Zwischenstation in der Hannoverschen Neustadt konnte, wie schon erwähnt, am 15. 12. 1992 dies Haus an der Schillerslager Str. 9 bezogen werden. Und das ist ja seitdem eine erste Adresse für die Diakonie in dieser Stadt. Das war damals Ihr Ziel und Ihr Anliegen, lieber Herr Neumann: alle diakonischen Dienste in Burgdorf unter einem Dach zu versammeln. |
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Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Dies Haus ist für Sie zu einem Stück Heimat geworden, und Sie sind so etwas wie der gute Geist und der ruhende Pol in diesem Hause, der nicht nur dafür sorgt, daß äußerlich alles in Ordnung ist, sondern der auch ganz wesentlich zum guten Geist in der Mitarbeiterschaft der Diakonie beiträgt. |
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Wir beide hätten uns schon aus Ihrer Zeit im KK Garbsen kennen können. Haben wir nicht, aber im Vorfeld zur Bildung des Diakonieverbandes Hannover Land sind wir uns dann begegnet und haben miteinander zu tun gehabt. Sie waren damals im Vorstand der AG Diakonie im Landkreis Hannover und haben die schwierigen Geburtswehen des Verbandes miterlebt. Ihrer konstruktiven und sachkundigen Mitarbeit ist es zu verdanken, daß das Ganze dann doch zu Stand und Wesen kam. Und dann sind Sie unser erster Geschäftsführer gewesen und haben sich engagiert dieser für uns alle neuen Aufgabe gestellt. Beides war Ihnen in gleicher Weise wichtig: daß die Diakonie auch unter der neuen Struktur vor Ort verankert bleibt und daß sie aber auch als etwas Gemeinsames auf der Ebene des Verbandes begriffen und gestaltet wird. Ich denke sehr gern an die gute, faire, verläßliche Zusammenarbeit in diesen schwierigen Anfangsjahren zurück und darf Ihnen heute noch einmal persönlich und im Namen des Vorstandes für diese gute Zeit danken. |
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Aber Sie waren und blieben hier in der Schillerslager Str. verwurzelt, und das ist für Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen auch gut so. Zu einem Teil Ihrer Arbeit sind Sie freilich nun auch aufgrund der Stellenplanung des KK in der Kurensachbearbeitung in Großburgwedel beschäftigt. Auch dieser neuen Aufgabe haben Sie sich in der Weise gestellt, wie man das von Ihnen gewohnt ist: mit Engagement und in gutem kollegialen Geist. |
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Davon und von Ihrer reichen Erfahrung und Ihrem großen Sachverstand profitieren wir auch in der Konferenz der KKSOZA unseres Diakonieverbandes. Dort erlebe ich Sie immer wieder als einen ruhigen, klaren, kritischen, konstruktiven Kollegen, der sich in einer menschlich sehr angenehmen Weise einbringt. Es ist gut, daß wir Sie in dieser Runde haben. |
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Nun droht diese Andacht zu einer Lob- und Dankeshymne zu werden. Das darf sie aber auch, wenn das 25-jährige Dienstjubiläum eines verdienten Mitarbeiters gewürdigt wird. Mit großer Freude und herzlichem Dank gratulieren wir Ihnen, lieber Herr Neumann. |
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Sie selbst haben mir neulich gesagt: Ich schaue dankbar zurück, denn es ist immer vorwärts gegangen. Eine dankbare Lebenshaltung, weil es immer vorwärts ging! Das ist eine wahrhaft adventliche Perspektive. |
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So will ich zum Schluß noch einmal an dieses Bibelwort aus dem Lobgesang des Zacharias erinnern: Uns wird besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. |
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Diese adventliche Verheißung ist die Grundlage für die diakonische Arbeit in unserer Kirche. Gott möchte, daß niemand im Dunkeln bleiben muß. Er selbst hat durch seinen Sohn Jesus Christus Licht gebracht in unsere Welt. Und er ruft uns in seinen Dienst, daß wir mit unserem Tun zu Lichtträgern und Hoffnungsbringern werden. Eine schönere Lebensaufgabe kann es eigentlich gar nicht geben. Darum: gute Wünsche für Sie, lieber Herr Neumann, und Gottes Segen für die kommenden Jahre in unserem Diakonieverband Hannover Land, hier in Burgdorf, Schillerslager Str. 9. |
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Amen. |
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