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"Mitmachen schadet ja nichts" Unterschiedliche Resonanz auf Klima-Aktion "Licht aus" |
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Von Reimar Paul (epd) |
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Göttingen (epd). Am Samstagabend um acht liegen etliche Fenster und Fassaden in der Göttinger Südstadt plötzlich im Dunkeln. In dem alternativen Wohnviertel, wo die Grünen es bei Wahlen auf 25 Prozent oder mehr bringen, beteiligen sich viele Familien und Wohngemeinschaften an der Aktion "Licht aus!". Namhafte Umweltorganisationen und die "Bild" haben zu der fünfminütigen Mahnung für mehr Klimaschutz aufgerufen. Auch Pro Sieben und Google sind dabei. |
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"Mitmachen schadet auf jeden Fall nichts", sagt eine Lehrerin. "Außerdem ist es bei Kerzen sowieso gemütlicher". Eigentlich wünscht sie sich "viel drastischere" Maßnahmen gegen den Klimawandel. Ein Tempolimit auf Autobahnen zum Beispiel oder deutlich mehr öffentliche Mittel für regenerative Energien. Ihren eigenen Wagen hat die Pädagogin schon vor einem Jahr abgeschafft. Für den Großeinkauf leiht sie sich ein "Stadtteil-Auto". |
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In ganz Deutschland sowie in der Schweiz und Österreich haben sich Kommunen, Kirchen und private Haushalte an der Aktion beteiligt. Das Brandenburger Tor lag zeitweise ebenso im Dunkeln wie der Kölner Dom und Teile der Skyline im Frankfurter Bankenviertel. Wie viele Bürger insgesamt mitgemacht haben, ist aber unklar. Denn messbar ist die Beteiligung an der "Licht aus!"-Aktion so kurzfristig nicht. |
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Wohl habe es Stromschwankungen gegeben, die Frequenz sei aber stabil geblieben, heißt es beim Stromversorger RWE. Zuvor hatte das Unternehmen noch gewarnt, eine allzu große Beteiligung könne die Netze kollabieren lassen und zu Stromausfällen in ganz Europa führen. |
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Prominente Unterstützer und die breite Publizität machen wohl den Erfolg der Kampagne aus. Selbst Porsche, Daimler und BMW kündigten eine Beteiligung an. Eben das haben Gruppen aus der Umweltbewegung kritisiert. Eine Göttinger Wohngemeinschaft diskutiert beim Sonntagsfrühstück über einen Bericht der "Frankfurter Allgemeine". Dem Blatt zufolge will die Europäische Kommission den Herstellern großer Autos bei ihrem Emissionszielen auf Kosten der Kleinwagen-Produzenten entgegenkommen. |
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Die Flotten von Herstellern schwerer Autos sollen im Durchschnitt mehr Kohlendioxid ausstoßen dürfen als die für die Branche vorgegebenen 130 Gramm pro Kilometer. Kleinwagen müssten ihren Ausstoß an klimaschädlichen Gasen dagegen weit stärker senken, um im Schnitt auf den Grenzwert zu kommen. "Porsche und BMW machen doch nur nach außen auf Klimaschutz", sagt ein Student. (epd Niedersachsen-Bremen/b3699/09.12.07) |
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http://www.lichtaus.info
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Am Sonnabend, den 8. Dezember, ruft die Klimaschutz-Kooperation „Licht aus! Für unser Klima“ dazu auf, ab 20 Uhr für fünf Minuten das Licht auszuschalten. „Es ist nur ein Zeichen“, sagte Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, „aber es wird Zeit, dass wir aufwachen und merken, dass der Klimawandel uns alle angeht! Deshalb bitte ich alle Gemeinden und Einrichtungen unserer Landeskirche, sich an der „Licht aus!“-Aktion zu beteiligen. Wenn wir in der Adventszeit unsere Häuser beleuchten, soll das ja ein Hinweis auf Jesus Christus, das Licht der Welt sein. Die Beteiligung an dieser Aktion kann zeigen, dass wir bereit sind, verantwortlich zu leben als Haushalterinnen und Haushalter Gottes in dieser Zeit und Welt.“ |
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Mehrere evangelische Landeskirchen werden bei der Aktion mitmachen, indem sie zum Beispiel die Beleuchtung von Kirchenfassaden und die Adventsbeleuchtung ausschalten. Die symbolische Aktion geschieht zur Halbzeit der im indonesischen Bali tagenden Weltklimakonferenz. |
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Zu der Aktion „Licht aus!“ hat die Klimaschutz-Kooperation „Rettet unsere Erde“ aufgerufen, der die drei großen Umweltorganisationen BUND, Greenpeace und WWF sowie die "Bild"-Zeitung angehören. Unterstützt wird sie von dem TV-Sender ProSieben und der Internet-Plattform Google. |
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