Kreuz & Quer - Neue Ausgabe erschienen

Das Kirchenkreismagazin zum Thema Hospiz


Die stellvertretende Superintendentin Susanne Paul schreibt in ihrem Vorwort:

Tod und Sterben ist nach wie vor ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Diese Tabuisierung führt dazu, dass Menschen, die plötzlich von Tod und Sterben betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen.

In dieser Ausgabe von Kreuz & Quer“ wollen wir ein Stück Orientierungshilfe geben: Unsere Titelgeschichte von Manuela Fenske-Mouanga verschafft einen Blick hinter die Kulissen des Hospizdienstes der Diakonie in Burgdorf. Ihr eindrucksvoller Erfahrungsbericht beschreibt, wie Menschen in ihrer letzten Lebensphase durch Ehrenamtliche begleitet werden. Denn mit seiner Arbeit begleitet der Hospizdienst Menschen ganzheitlich: Nicht nur die körperlichen Leiden werden bedacht, vor allem kümmern sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch um den Geist und die Seele der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen. Eine Sichtweise, die auch im Neuen Testament stark ausgeprägt ist. Eine theologische Deutung zu den Themen Sterbebegleitung und Trauer unternimmt unsere Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann in einem Zeitungsartikel, der in der Tageszeitung, die „taz“, erschienen ist. Wir drucken daraus Auszüge.

Wie es hingegen in der Klinikpraxis der Medizinischen Hochschule in der Notfallaufnahme aussieht, erklärt Andre Mouanga im Gespräch mit seiner Ehefrau Manuela Fenske-Mouanga. In der Klinik gehe es mehr um Leben erhalten als um Sterben begleiten. Darüber hinaus thematisiert diese Ausgabe die Trauer. Eine neue Möglichkeit der Bestattung im Kirchenkreis bietet etwa der Friedwald in Uetze. Pastor Friedemann Pannen nimmt Stellung dazu, warum diese neue Beststattungsform auch für den Trauerprozess sinnvoll sein kann.

Dieses Heft erscheint nicht umsonst in der Vorweihnachtszeit, dem Advent. In der dunklen Winterzeit feiern wir den Sieg des Lichtes über die Finsternis, feiern wir in Gottes Namen den Sieg des Lebens über den Tod. Im Vertrauen darauf können wir alles denken - auch den
eigenen Tod.

Im Namen des Redaktionsteams wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und eine anregende Lektüre.

Die Ausgabe steht Ihnen im pdf-Format zum Download mit einem Klick auf den Link unter dem Titelbild zur Verfügung.