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Hartmut Berkowsky ist ständiger Diakon mit Zivilberuf in der röm.-kath. Nikolaus-Kirchengemeinde Burgdorf. |
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Angesichts steigender Nahrungsmittelpreise, in Zeiten von Hartz IV und Arbeitslosengeld 2 wirkt die Lesung des kommenden Sonntags, aus dem Buch Jesaja 55,1-3, geradezu paradiesisch. Wer würde nicht gerne essen, ohne zu bezahlen, und einkaufen gehen, ohne Geld ausgeben zu müssen. Bei immer knapper werdenden Haushaltskassen und drohender Altersarmut ist das ein wirklich verheißungsvoller Text. |
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Allerdings ging es Jesaja nicht um Aussagen zur Kaufkraft und zur Wirtschaftslage. Im Bild der Großzügigkeit wirbt Gott um die Liebe seines Volkes. Er hat den Israeliten seinen Bund angeboten, und er bleibt treu. Es sind positive Bilder, die der Prophet zeichnet, keine beängstigenden Szenen. Wer zu Gott gehören will, muss freiwillig in den Bund einwilligen und sich Gott zuwenden, denn seine Liebe bekommen wir kostenlos. |
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Auch im Matthäus - Evangelium Kap. 14,13-21 erleben wir diese Freiwilligkeit wieder. Jesus möchte sich zurückziehen und alleine sein. Die Menschen folgen ihm trotzdem. Sie wollen seine Predigt hören und sich von ihm heilen lassen. Jesus lässt sich von der Not der Menschen anrühren. Er wendet sich ihnen zu und sorgt auch dafür, dass sie etwas zu essen bekommen. |
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Der werbende Gott in der Erzählung des Jesaja und der fürsorgliche Jesus aus dem Evangelium zeigen auf, wie die Beziehung zwischen Gott und den Menschen aussehen sollte. Glaube ist ein großes Angebot an uns. Glaube ist die Einladung zum Heil. Dieses Angebot wird nicht laut hinausposaunt, nicht mit bunten Videoclips beworben und auf Litfasssäulen geklebt. Das Angebot Gottes an uns geschieht als freundliches Werben. Wir finden es im Wort der Heiligen Schrift, im Gespräch mit gläubigen Menschen, in von Nächstenliebe geprägtem Handeln oder in der Stille. |
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Das liebende Angebot Gottes ist nicht laut und aufdringlich, wir müssen genau hinhören und uns dann auf den Weg machen, diesem Werben zu folgen. |
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