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Uwe Appold arbeitet an den letzten Korrekturen der Gedenktafel.
Foto: Heinze
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Die Gedenktafel ist schon fast fertig |
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Nur noch ein paar Farbkorrekturen, dann ist die Gedenktafel für die Burgdorfer Opfer der Judenverfolgung fast fertig. Ein Atelierbesuch ermöglichte jetzt einen ersten Blick auf das Kunstwerk. |
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Von Stefan Heinze Flensburg. Das Werk „In Memoriam“ ist für Uwe Appold eine besondere Herausforderung. Das hat der Künstler bei einem Besuch in seinem Atelier bei Flensburg deutlich gemacht. Bürgermeister Alfred Baxmann, der Pastor im Ruhestand, Rudolf Bembenneck, und der SPD-Fraktionsvorsitzende Adolf W. Pilgrim hatten sich auf den Weg gemacht, um mit Appold letzte Absprachen für die Gestaltung des Kunstwerkes zu treffen. |
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„Die Arbeit an der Tafel ist unglaublich bewegend für mich und hat mich schlaflose Nächte gekostet“, sagte der Maler. Grund sind die Menschen, denen die Stadt mit dem Werk ein Denkmal setzen will: Margarethe Cohn, Gustav Italiener, Alfred Jacobsohn und andere Opfer – Appold hat sich ihr Schicksal bei der Arbeit durch Bilder in seinem Atelier vergegenwärtigt. |
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Das Leben und Leiden der 62?Opfer hat der Flensburger mit den als aktiv und passiv geltenden Farben des Farbkreises symbolisiert. Auf diesem Untergrund brachte er Burgdorfer Erde auf. Die stammt unter anderem vom jüdischen Friedhof an der Uetzer Straße und vom Bahnhof. Im Anschluss wurden die Namen der Opfer mit Daten wie Geburts- und Todesjahr sowie Todesort aus der Erde herausgebrochen, sodass sie nun in den Farben des Untergrundes sichtbar sind. |
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„Ich finde die Verbindung mit der Erde sehr gut gelungen“, würdigte Pilgrim die Arbeit. Auch die durch Farben erkennbare Zuordnung von Familienzusammenhängen kam bei den Atelierbesuchern gut an. Die Intensität der Farben fanden die Burgdorfer jedoch zu stark. „Es ist mir zu plakativ“, sagte Baxmann. Appold nimmt deshalb die Farbigkeit der Buchstaben noch etwas zurück. Etwas abmildern wird er auch noch die Übergänge bei der aufgetragenen Erde. |
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Ende Oktober hängt Appold das 3,60 mal 1,30 Meter große Werk im Ratssaal auf. Anfang November wird es dann der Öffentlichkeit vorgestellt. |
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Bei der Arbeit an der Tafel hat Uwe Appold Fotografien der Opfer vor seinen Augen
Foto: Heinze
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Uwe Appold ist im Raum Hannover bestens bekannt |
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Der Künstler hat schon in der Pankratiuskirche ausgestellt |
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Uwe Appold ist in Burgdorf kein Unbekannter. Schon bevor der Künstler beauftragt wurde, den Gedenkfries für die Nazi-Opfer zu schaffen, hat er sich mit seiner Ausstellung „Sieben Kreuze zu den letzten Worten Jesu“ in der St.-Pankratius-Gemeinde einen Namen gemacht. Die Stadtsparkasse zeigte parallel sein Werk „Vater unser“. Wie bei beiden Arbeiten ist viel Symbolik auch in einem Bild zu dem Satz Jesu „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ aus dem Neuen Testament im Spiel. Dieses Werk dient seit dem Jahr 2004 der Sehnder Kreuzkirche als Altarbild. |
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Ebenfalls im Jahr 2004 hat Appold auch in der Nord LB in Hannover ausgestellt. Im Raum Hannover waren seine Werke auch schon im Amtssitz der Evangelischen Kirche Deutschlands (EDK) in Herrenhausen zu sehen. Wer noch mehr über Uwe Appold erfahren möchte, findet weitere Informationen unter www.uwe-appold.de im Internet. |
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Uwe Appold (von links) diskutiert mit Adolf. W. Pilgrim, Alfred Baxmann und Rudolf Bembenneck die Farbgebung des Kunstwerkes.
Foto: Heinze
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Tafel wird zweimal vorgestellt |
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Die Gedenktafel zur Erinnerung an die Burgdorfer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung wird am Dienstag, 4. November, der Öffentlichkeit vorgestellt. Wegen des zu erwartenden Interesses laden die Stadt, die Burgdorfer Kirchengemeinden und der Kulturverein Scena gleich zweimal zu einer Präsentation in das Schloss am Spittaplatz ein – und zwar ab 18 Uhr und ab 20 Uhr. Eine Anmeldung ist zwar nicht notwendig. Damit niemand vor der Tür stehen muss, bitten die Veranstalter jedoch Interessierte, ihr Kommen zuvor unter Telefon (05136) 89 81 00 oder (05136) 62 72 anzukündigen. |
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An dem Abend erläutert der Künstler Uwe Appold sein Werk, und Rudolf Bembenneck erinnert an die Opfer. Zudem spricht der Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Gábor Lengyel, und es erklingt eine Vertonung des Kaddisch, des jüdischen Totengebetes, von Alfred Koerppen. |
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aus: Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Uetze vom 23. Oktober 2008 Red. Stefan Heinze |
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Stefan Heinze Fotografie + Journalismus |
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"Wir sind's - 24 Stunden Hannover". Slideshow: http://www.stefanheinze.de/24Stunden/ Infos: http://www.fotostudenten.de/index.php?id=192#c1365 Kataloge: www.hannover24.net |
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