Orgel erstrahlt in neuem Glanz

Nach Restaurierung ertönt 125 Jahre altes Instrument wieder im Gottesdienst


Organist Gerhard Mumme intoniert für Tomke und ihren Vater Wolfgang Harms-Schoeppe das Lied „Alle meine Entchen“.
Foto: Hanke

Mit einem Festgottesdienst hat die Kirchengemeinde Rethmar das 125-jähriges Bestehen ihrer Orgel und deren restauriertes musikalisches Gewand gefeiert. Herausgeputzt hat sie sich: „Jetzt sind sämtliche Pfeifen entstaubt“, schwärmt Gemeindemitglied Helmut Bormann nach der gelungenen Improvisation über „Lobe den Herrn“, als Orgelnachspiel zum Abschluss des Festgottesdienstes in der St.-Katharinen-Kirche. Reichlich Applaus spendete die Gemeinde. Das sei nicht selbstverständlich, sagte Pastor Sven Kahrs erfreut.

Eingeladen hatte er Superintendent Ralph Charbonnier, der in seiner Gastpredigt die Orgel als lebendigen Begleiter des Menschen in allen Lebenslagen beschrieb. „Alles was Leben ausmacht, kann die Orgel anstoßen, begleiten, zum Ausdruck bringen“, sagte Charbonnier.

Ein ganz besonderer Gratulant kam aus Mainz: Die Urenkeltocher des Stifters Antonio José Rafael von Uslar, Gesine von Uslar, war von der Kirchenvorsteherin Ursula Löwensen aufgespürt worden. Sie betreibt gezielt Ahnenforschung und freute sich besonders über den Erfolg.

Auch Organist Gerhard Mumme freute sich sichtlich über das leichte Spiel nach der Instandsetzung der schwergängigen Mechanik. Das Besondere an der Orgel sei das leise Register, verriet er und demonstrierte das leise „Wummern“ interessierten Besuchern nach dem Gottesdienst noch einmal. Einem sehr jungen Gemeindemitglied, der vierjährigen Tomke, zeigte sich die Orgel sehr kinderlieb. „Alle meine Entchen“, tönte es behutsam.

aus:
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Lehrte
vom 3. November 2008
Red. Susanne Hanke