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Claudia Lauf ist Mitglied der röm.-kath. Nikolausgemeinde Burgdorf |
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An diesem Sonntag beginnt die Adventszeit und zeitgleich auch ein neues Kirchenjahr. Der Advent ist bekanntlich die Zeit der Erwartung. Zugleich ist es gute christliche Tradition und Aufgabe des Advents, in dem, was uns absehbar erwartet, nach Anfängen, Neuansätzen und Aufbrüchen zu suchen. |
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Die Perspektiven, die wir für das jetzt beginnende Kirchenjahr aufgezeigt bekommen, stimmen allerdings eher pessimistisch und lassen keine rechte Vorfreude aufkommen. In unseren Kirchen herrscht Krisenstimmung: alle erdenk¬lichen Ressourcen werden knapper; es wird überlegt, was noch(!) geht und auf welche liebgewordenen Dinge verzichtet werden muss. Kirchenschließungen, Strukturverände¬rungen und Reformen werden angekündigt, die schmerzliche Kürzungen darstellen. |
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Angesichts solcher Perspektiven stellt sich die Frage, ob wir uns im Advent für die aktuellen Probleme wirklich vier Wochen Zeit nehmen sollen, um uns intensiv damit auseinander zusetzen. Wird die berechtigte Sorge um die Zukunft unserer Kirchen dadurch nicht noch größer? |
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Antwort auf diese Fragen gibt ein historischer Rückblick. Allein in der Bibel finden wir genügend Hinweise, dass aus schwierigen, oftmals ausweglos erscheinenden Situationen Ansätze für etwas Neues hervorgehen können. Gott belässt es nicht beim Rück- und Niedergang, sondern nutzt gerade solche Krisensituationen, ganz neue Wege zu eröffnen. Aus diesem christlichen Urvertrauen heraus können und müssen wir uns heute auf die Suche nach Anfängen, Neuansätzen und Aufbrüchen machen, die das Zeug haben, Dinge und Zustände grundsätzlich zu verändern. |
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Gerade angesichts der schlechten Aussichten für das neue Kirchenjahr scheint es eine gute Gelegenheit zu sein, den Advent für uns selbst einmal neu durch¬zubuchstabieren. Es könnte Innovatives dabei herauskommen, wenn Advent für uns hieße: Aus Den Verhältnissen Entstehendem Neuen Trauen! |
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In diesem Sinne – uns allen eine nachdenkliche Adventszeit! |
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