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Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat dazu aufgerufen, auch weiter für die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" zu spenden. "Mich beunruhigt die Lage der Armen in der Welt. Sie ist katastrophal", sagte Käßmann am Sonntag in einem Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Entwicklungsprojektes in der hannoverschen Marktkirche. Während 1959 rund 575 Millionen Menschen chronisch hungerten, seien es heute etwa 935 Millionen. |
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"Die Not der Menschen schreit zum Himmel: Gib uns unser täglich Brot", sagte die Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Die Hoffnung, den Hunger in der Welt schnell besiegen zu können, mit der die Aktion gegründet worden sei, habe sich nicht erfüllt. Noch heute stürbe alle dreieinhalb Sekunden ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Pro Minute seien es einem UN-Bericht zufolge elf Kinder, pro Jahr fast sechs Millionen Mädchen und Jungen. |
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"Viele Menschen schauen lieber weg, weil sie derart viel Belastung nicht ertragen. Aber wir als Christinnen und Christen schauen hin", sagte die Bischöfin. So seien in den vergangenen fünf Jahrzehnten 1,8 Milliarden Euro an Kollekten und Spenden gesammelt worden. Die mehr als 20.000 Projekte hätten zwar nicht das Reich Gottes herbei geführt. Hunterttausende Menschen hätten aber eine Chance erhalten, ihr Leben aus eigener Kraft mit Würde und Stolz zu bewältigen und ihre Kinder zu ernähren. Die grundlegende Idee von "Brot für die Welt" sei nicht, Almosen von oben herab zu verteilen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe auf Augenhöhe zu leisten. |
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Das Hilfswerk wird getragen von evangelischen Landes- und Freikirchen und ist im Diakonischen Werk in Stuttgart angesiedelt. Bis 2012/2013 ist der Umzug nach Berlin und ein Zusammenschluss mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst geplant, der seinen Sitz derzeit noch in Bonn hat. |
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Dieser Arbeiter auf der Insel Negros bekommt inzwischen fairen Lohn für harte Arbeit. Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte, wie sie z.B. im Burgdorfer Benefizz-Laden angeboten werden, leisten wir einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit.
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Das Motto der diesjährigen Aktion weist auf das Vertrauen der Christinnen und Christen auf die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes hin, der alle Menschen satt machen kann. „Es ist genug für alle da“ ist ein Satz des Glaubens an Gottes Zusage, allen ihr tägliches Brot zu gewähren. |
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„Es ist genug für alle da“ ist aber auch ein Satz der Vernunft. Es gibt genug Nahrung für alle Menschen. Die Bauern und Landarbeiter, die überall in dieser Welt ihre Felder bestellen, könnten die rasant gewachsene Menschheit ernähren. Die Weltgesundheitsorganisation hat sogar errechnet, dass die derzeit produzierten Nahrungsmittel für 12 Milliarden Menschen reichen – vorausgesetzt, alle Menschen erhalten gerechten Zugang dazu. Der Hunger in der Welt ist demnach eine Folge von Ungerechtigkeit, schlechter Verteilung und brutalem Gewinnstreben. „Es ist genug für alle da“ gilt aber nur dann, wenn das Menschenrecht auf Nahrung weltweit geachtet und verteidigt wird, wenn Menschen an den wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechten teilhaben können und wenn die natürlichen Lebensgrundlagen vor Zerstörung geschützt werden. Dafür setzt „Brot für die Welt“ sich ein. |
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