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Foto: Stefan Heinze | Bildbearbeitung und Plakat: Wolfgang Hornig
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Detlev Müller aus Ehlershausen hat seinen interessanten Bericht und eine schöne Bildergalerie vom kleinen Fest in myheimat veröffentlicht. Dieser Link führt Sie direkt dort hin: |
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Frei sein in Gottes Schöpfung |
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Licht und Dunkelheit, Meere und Kontinente, Sonne und Mond, Tiere im Wasser und an Land, der Mensch als Mann und Frau: Gott hat sie gewollt und in ihre Existenz gerufen! Diese unsere Welt zu sehen, zu hören, zu riechen oder zu ertasten lässt Menschen staunen. Für jeden, der Gott hinter dieser Vielfalt sieht, wird die Welt zu Gottes Schöpfung. Und er kann einstimmen in das biblische Wort: „Alles, was Gott gemacht hatte, war sehr gut!“ |
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Doch: Unsere Welt ist kein Paradies! Es geht ein Riss durch unsere Wirklichkeit. Selbstherrlichkeit, Feindschaft, Leugnung von Verantwortung – Urphänomene in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kein Weg führt an der Einsicht vorbei: Wir leben jenseits von Eden. |
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Doch Gott sei Dank: Gott lässt dem Menschen seine Freiheit, aber er fragt trotzdem: „Wo bist Du, Mensch?“ Er ruft ihn in seine Ver-antwortung – das macht Menschenwürde aus: Zur Freiheit und zur Verantwortung berufen. |
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Biblischer Zusammenhang: Urgeschichte zur Schöpfung 1. Mose Kapitel 1-3 |
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Ehrenamtliche der Martin-Luther Gemeinde Ehlershausen Ramlingen-Otze mit Pastorin Susanne Paul beim Aufbau des Projektplakates vor Ehlershausen.
Foto: W. Hornig
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Urgeschichten – Lebensgeschichten - Segensgeschichten |
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Nichts war da – „denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Atem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzt den Menschen hinein, den er gemacht hatte …“ (1. Mose 2, 5f). |
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Paradiesische Zustände: Freiheit. Frieden. Leben. Verantwortung. |
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Doch dann der Riss, der durch die Schöpfung geht: Der Mensch reizt seine Freiheit aus – über das Maß, das Gott ihm setzt. Schlagartig wird ihm Schuld bewusst. Er versteckt sich – aus Furcht, Gott könne ihn entdecken. |
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Leben jenseits von Eden: Zwang. Gewalt. Vernichtung. Eitelkeit. |
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Gott sucht den Menschen trotzdem!: „Wo bist Du?“ Er erhält die Schöpfung. Er schont den Mörder Kain. Er bewahrt Noah. Er lässt die eitlen Turmbauer Babels überleben. Urgeschichten. Sie heißen so, nicht nur weil sie uralt ist – das sind sie auch, ca. 2900 Jahre alt – sondern weil sie Urphänomene des Menschen beschreiben: So ist der Mensch – so war er gestern, so ist er heute, so wird er wohl auch in Zukunft sein. Und sie heißen so, weil Gott beschrieben wird wie er war, wie er ist und wie er sein wird: Er segnet die, die sich selbst gefährden. |
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Das Gartenjahr 2009 der Region Hannover führt viele kleine Paradiese vor. Dass der Alltag oft wenig paradiesische Züge zeigt, wird man dahinter nicht vergessen - können und wollen. Mit unseren kirchlichen Veranstaltungen zum Gartenjahr nehmen wir das Bild des Gartens Edens auf – ohne zu vergessen, dass ein Riss durch die Schöpfung geht, jenseits von Eden: |
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Benrode am 7. Juni: Tauffest an der Erse Zukunft haben! |
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„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde.“ (1. Mose 8,22 + 9,1) |
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Ein Tauffest am 7. Juni 2009 um 15.00 Uhr in Benrode an der Erse (Gut Buhmann) wird erleben lassen: Gott nimmt einen Menschen in der Taufe an als sein Geschöpf, als sein Kind – jenseits aller Gefährdungen. Die Kirchengemeinden Dollbergen, Hänigsen- Obershagen und Uetze-Katensen richten das Tauffest aus. Es geht darum, Zukunft zu haben! |
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Waldbad Ramlingen am 26. Juni: Fest der Sinne frei sein? |
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Licht und Finsternis, Wasser und Land, Pflanzen und Tiere, Mann und Frau – Gott hat sie geschaffen, schafft sie immer wieder neu. |
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Schöpfung erleben, mit allen Sinnen. Am 26. Juni ab 17.00 Uhr im Waldbad Ramlingen. Natur riechen, schmecken, ertasten, sehen, hören. Neue Aufmerksamkeit lernen für das Geschenk unseres Lebens. In Zeiten, in denen unsere Welt eine künstliche, gemachte geworden ist, ist es ein Gewinn zu erleben, was uns gegeben ist. Wir sind frei und beauftragt, sie wahrzunehmen und zu gestalten. Verantwortete Freiheit. |
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Mehr dazu: http://www.kirche-ehlershausen.de |
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Ahlten am 20. August: „Grüne Gentechnik" Gott sein wollen? |
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In Babel sammelte sich das kulturelle und technische know how seiner Zeit. Die Angst, zu einer unbedeutenden Mittelmacht herabzusinken, war eine Demütigung kollektiver Eitelkeit. Darum der Aufruf: „Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen!“ (1. Mose 11, 4). Gott behält das Heft in der Hand. Er verhindert das Großprojekt, ohne aber die Akteure zu vernichten. Er kontert: „Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren! … So zerstreute sie der Herr von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.“ (1. Mose 11, 7f). |
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Landwirtschaftlich nutzbare Pflanzen können gentechnisch verändert und ausgesät werden. Geht es hier um Eitelkeit der Menschheit? Wollen wir uns einen Namen machen? Oder ist die gentechnische Veränderung von Nutzpflanzen ein Fortschritt unserer Landwirtschaft und Ausdruck unserer Verantwortung für die Ernährung der Weltbevölkerung? |
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Am 20. August 2009 um 19.30 Uhr werden wir im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Ahlten Informationen zur „Grünen Gentechnik“ erhalten, ethische Bewertungen diskutieren und Anregungen zur eigenen Urteilsbildung finden. |
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Mineralöl-Raffinerie Dollbergen am 27. August: Abendgottesdienst mit Landesbischöfin Käßmann einander achten! |
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Kain und Abel, zwei Brüder. Es könnte so schön sein, das Miteinander. Doch Kain packt die Eifersucht. Sollte es Abel besser haben als er? Ein heftiges Verlangen, diesem ein Ende zu machen, übermannt ihn: Kain wählt die Gewalt und schlägt Abel tot. Und als Gott ihn zur Rede stellt, fällt ihm nichts anderes ein als: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ |
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Sollen wir unserer Kinder Hüter sein? Wählen wir die Gewalt? Richten wir unsere Lebensbedingungen mit Gewalt zu Grunde, um heute besser leben zu können? Frieden mit den nächsten Generationen ist die Alternative. Ein Beitrag dazu: Nachhaltige Technik und Ökonomie. In unserem Kirchenkreis liegt die Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH. In ihr werden jährlich ca. 200 000 Tonnen Altöl zu neuwertigem Maschinenöl recycelt – ohne schädliche Abfallstoffe. Verantwortliche unternehmerische Planung und technische Ingenieurskunst – und trotzdem gibt es (wir leben jenseits von Eden) politische Hindernisse. |
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Am 27. August 2009 werden wir um 18.00 Uhr auf dem Gelände der Raffinerie in einem Abendgottesdienst nachhaltige Technologie thematisieren. Es geht darum, unserer Kinder und Kindeskinder Hüter zu sein! Zur Predigt erwarten wir Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Der Menschen Bosheit ist groß – so groß, dass es Gott reute, den Menschen gemacht zu haben. Von Gott heißt es: „Und es bekümmerte ihn in seinem Herzen.“ Ohne Strafe geht es nicht: Er will die Menschheit vernichten, doch Gnade überwiegt. Die Flut kommt, doch Noah, seiner Familie und Tieren einer jeden Art schenkt er Überleben: |
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Die biblischen Urgeschichten – uralt, und doch aktuell bedeutsam! Es ist die Bestimmung des Menschen, jenseits von Eden zu leben – frei, friedlich, nachhaltig und verantwortlich. Seien Sie herzlich eingeladen zu diesen vier Veranstaltungen zu den Urgeschichten im Rahmen des Gesamtprogramms zur Gartenregion Hannover! |
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Ihr Dr. Ralph Charbonnier Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf |
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Weitere Infos zu den Bildmotiven und den Fotos: |
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