Gemeinden feiern paradiesisch

800 Teilnehmer beim Tag des Kirchenkreises auf dem Spittaplatz - Abschluss mit Konzert in der St.-Pankratiuskirche


Die LandArt-Künstler Frank Nordiek und Wolfgang Buntrock setzen den paradiesischen Kasten wieder zusammen. Alle Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises haben sich mit viel Phantasie an dem Projekt beteiligt.
Foto: S. Heinze

Auf dem Burgdorfer Spittaplatz ist am vergangenen Sonntag der Tag des Kirchenkreises gefeiert worden. Nach Veranstalterangaben ließen sich rund 800 Gäste und Teilnehmer das Ereignis nicht entgehen.

Was das Paradies ist, davon hat jede der 18 Gemeinden offenbar ihre ganz eigene Sicht. In Hämelerwald ist es eine Autobahn mit Ampel, die durch ihr Rotlicht die Zeit anhält. In Ehlershausen reichen Spargel und Erdbeeren, um sich wie in der Ewigkeit zu fühlen. Für die Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Sehnde ist es das Gospelsingen, das aus dem Alltag eine Tür ins Paradies öffnet. Solche und andere Vorstellungen haben die Gemeinden und Dienste in den vergangenen Monaten in Kästen gestaltet. Gestern wurden sie von Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek zum großen Arrangement zusammengestellt. Die beiden Landart-Künstler hatten die Anregung für das Projekt gegeben.

Das Motto des Tages, „einfach paradiesisch“, war aber auch kulinarisch zu erfahren. Von der weißrussischen Sommersuppe bis zum mit Schokolade überzogenen Fruchtspieß reichte das Angebot an den Ständen auf dem Platz. Wer wollte, suchte bei der Präsentation des Ambulanten Hospizdienstes, der Gefängnisseelsorge und des Antikriegeshauses tiefgründigere Auseinandersetzung mit dem Thema.

Auf der Bühne gaben das Gospelprojekt Lehrte sowie die Jugendkantoreien Burgdorf und Uetze einen musikalischen Vorgeschmack auf das Paradies. Den Abschluss des Tages bildete in der Pankratiuskirche ein Konzert mit dem Blechbläserensemble Hannover Brass und der Burgdorfer Kantorei.

Den Gemeinden und Diensten, die immer mehr über ihre Grenzen hinaus zusammenarbeiten, gab der Tag auch Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. „Gemeinsame Planung gelingt nur, wenn man sich untereinander kennt“, erklärte Superintendent Ralph Charbonnier einen Sinn des Festes über den gestrigen Tag hinaus.

Hannoversche Allgemeine Zeitung
Anzeiger für Burgdorf und Uetze
vom 15. Juni 2009
Red. Stefan Heinze, Burgdorf


Beim Iltener Stand gab es die Möglichkeit zum Steinmetzen - angeboten von einer Künstlerin des Klinikums Wahrendorff.
Foto: W. Hornig