Zum Sonntag

Nachhaltig leben und wirtschaften


Friedrich Kanjahn ist Pastor der Kirchengemeinde Dollbergen-Schwüblingsen

Für viele ist die Urlaubszeit vorbei, der Alltag längst wieder eingekehrt. Wir wollen leben – und dabei alles nutzen, was uns Vorteile verspricht. Gedanken über mögliche Folgen der eigenen Lebensweise liegen oft fern. Es ist doch wichtig, dass wir heute leben.

Doch die sich abzeichnende Rohstoffknappheit erinnert daran, dass Ressourcen begrenzt sind. Und die Vorboten des Klimawandels mahnen zu einem Lebensstil der Verantwortung. Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher. Wir müssen dazu beitragen, dass deutlich weniger Kohlendioxid produziert wird. Den Verbrauch von Frischwasser müssen wir verringern, besonders den Verbrauch von virtuellem Wasser, also dem Wasser, das für die Herstellung von Waren benötigt wird, und darum in kaum einer Statistik erwähnt wird. Noch haben wir Chancen, mit unserem Lebensstil unsere Umwelt zu verändern. Und diese Chancen müssen wir nutzen. Dabei sind nicht nur die großen, sondern ebenso die kleinen Schritte wichtig. Vor allem geht es um ein anderes Bewusstsein. Um ein Bewusstsein, das dem Auftrag Gottes an die Menschen entspricht: „Bebauen und Bewahren.“ So wird auf den ersten Seiten der Bibel Gottes Auftrag an die ersten Menschen beschrieben. Wir müssen schließlich auch an die nächsten Generationen denken und daran, wie wir ihnen die Welt überlassen. Sie wollen leben wie wir. Wir können und müssen persönlich etwas dafür tun, damit unsere Kinder und Enkelkinder eine Zukunft haben: „Einander achten.“

Unter dieser Überschrift wird ab Donnerstag, 27. August, ab 18 Uhr ein besonderer Gottesdienst mit der Landesbischöfin Margot Käßmann in der Mineralölraffinerie Dollbergen stattfinden. In diesem Betrieb wird Altöl aufgearbeitet, um es später wieder neu zu verwenden.

Zum Nachlesen
Altes Testament, 1. Buch Mose, Kapitel 2, Vers 15.