Zum Sonntag

Wickie macht nicht nur Kindern Mut


Michael Benkowitz ist Kreisjugenddiakon im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgdorf

Ein kleiner Schlaukopf ist er schon. Und irgendwie den anderen immer eine Nasenlänge voraus. Dabei hat er nun wirklich kein imposantes Erscheinungsbild, dieser zierliche, eher blässlich aussehende Rotschopf und Häuptlingssohn. Er kämpft mit Cleverness statt mit Kraft, mit Kreativität statt mit blindem Zorn und hilft so den ach so mutigen nordmännischen Helmträgern bei ihren gefährlichen Abenteuern immer wieder aus der Patsche.

Na klar – von Wickie ist die Rede. Diesem kleinen pfiffigen Kerlchen, das schon so manche Kinderherzen als Serienheld im Zeichentrickformat erfreute. In diesen Tagen hält eine Neuverfilmung aus seinen zahlreichen Abenteuergeschichten mit leibhaftigen Schauspielerinnen und Schauspielern Einzug in die deutschen Kinos.

Die Vorfreude auf diesen Film ist bei vielen Familien groß. Vermutlich auch deswegen, weil sich sowohl Kinder als auch Eltern bei Wickie einfach in guten Händen wissen. Es tut einfach gut zu spüren, dass da einer ist, an den man fest glauben kann. Dem selbst bei kniffeligen und kritischen Situationen immer eine Lösung einfällt, spätestens wenn er sich mehrmals an der eigenen Nase gerieben hat und dann Finger schnippend jubiliert: „Ich hab’s!“ Alles wird gut - dank Wickie, dem Fels in der skandinavischen Brandung.

Alles wird gut - die menschliche Sehnsucht danach wird auf den Kinoleinwänden meist mit einem Happy End belohnt. Das trägt weiter, das gibt Halt. Im Film des Lebens, das spüren, erfahren und wissen wir, bedarf es einer anderen Kraftquelle.
Am heutigen Samstag lautet die Tageslosung in Psalm 18, Vers 32: „Wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?“

Ich wünsche uns allen, dass diese Zusage auf den Leinwänden unserer Herzen steht und die eine oder den anderen von uns jubilieren lässt: „Ich hab’s!“