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Dr. Ralph Charbonnier ist Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgdorf |
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Volkstrauertag – wir beklagen die Ungerechtigkeiten eines jeden Krieges: Männer und Frauen in den besten Jahren fallen als Soldaten. Anderen wird ihre Jugend genommen. Kinder verlieren ihre Mütter und Väter. Frauen werden vergewaltigt, Männer verschleppt. Auszeichnungen können nie die Wunden heilen, die der Krieg geschlagen hat. Kriegsverbrecherprozesse können nie ins Lot bringen, was ein Krieg an Chaos hinterlässt. Wohin mit den Fragen, der Wut, der Klage? |
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Vor dem Kriegerdenkmal stehen, die Namen der Gefallenen lesen, sich der Opfer erinnern und darauf vertrauen, dass Gott Recht spricht, gegenüber den Menschen, denen in unserer Welt Unrecht widerfahren ist, und gegenüber Tätern, die nie verurteilt wurden. Dadurch wird das Recht wieder aufgerichtet, Frieden und Versöhnung bekommen eine Chance. |
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Volkstrauertag – eine Gelegenheit, der Friedenssehnsucht Raum zu geben. Wenn doch nur ein ansehnlicher Teil der Rüstungsausgaben in Programme des Jugendaustausches zwischen verfeindeten Völkern flösse, in Täter-Opfer-Gespräche in Krisengebieten, in Bildungsprojekte zur friedlichen Konfliktbewältigung! |
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Doch man muss nicht im Konjunktiv verharren: Jugendliche können in Deeskalationsprogrammen, Mediationsprojekten und Friedensdiensten im Ausland wertvolle Erfahrungen sammeln. Erwachsene können ihre Parlamentarier danach fragen, was sie für eine zivile Friedenssicherung in Krisengebieten tun, bevor sie mit dem Einsatz von Waffen drohen. Und einem jeden bleibt im Alltag die Übung, Menschen mit anderen Interessen, widersprechenden Ideen, fremdem Verhalten gerecht zu begegnen. Denn Frieden ist unteilbar – Es ist der gleiche Frieden, lokal wie global. |
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Zum Nachlesen Matthäus-Evangelium, 25. Kapitel, Verse 31-46 |
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Gedenken zum Volkstrauertag an den Denkmälern Zum Volkstrauertag veranstaltet der Ortsverband Burgdorf des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge morgen ab 11.30 Uhr eine Gedenkstunde am Ehrenmal im Stadtpark. Die Ansprache hält der Superintendent des Kirchenkreises Burgdorf, Ralph Charbonnier. In Otze beginnt die Feier um 10 Uhr am Ehrenmal mit Beteiligung der Vereine und einer Rede von Bürgermeister Alfred Baxmann. In Heeßel wird die Gedenkstunde ab 14 Uhr vor dem Ehrenmal auf dem Friedhof abgehalten. Die Ansprache dort hält ebenfalls Superintendent Charbonnier. |
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