include_once ("/var2/www/html/kk-burgdorf/www.kirchenkreis-burgdorf.de/amiscara/cls/cl_RuntimeEngine.php"); ?> $__runtime = new RuntimeEngine(); ?>

|
Freitag, 11. Dezember, 19.00 Uhr beginnt im Antikriegshaus Sievershausen eine neue Veranstaltungsreihe. Prof. Dr. Eberhard Sandschneider hält einen Vortrag unter dem Thema "Supermacht China? Chancen und Risiken des Riesenreichs". Frieden im Sinne eines nachhaltigen und gerechten Friedens, muss am Beginn des 21. Jahrhunderts in einer immer komplexeren, permanentem Wandel unterworfenen Welt realisiert werden. Die Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Welt sind vielfältig und weisen häufig gleichzeitig lokale, regionale und globale Dimensionen auf. In einer solch verwobenen Welt müssen wichtige politische und ökonomische Akteure zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen und Frieden zu sichern. |
|
|
Doch die vergangenen Jahre haben eher die erneute Gefahr strategischer Großmachtkonkurrenz und egozentrischer Machtpolitik verdeutlicht. Machtkalküle und unilaterale Vorgehensweisen drücken sich auch in der zunehmenden Instrumentalisierung des UN-Sicherheitsrats aus. Statt Ort konstruktiver Konfliktbearbeitung und Instanz zur Durchsetzung internationalen Rechts zu sein, wird der UN-Sicherheitsrat in wichtigen Fragen immer wieder durch die ständigen Mitglieder USA, Russland und China blockiert. Die Veranstaltungsreihe „Welt im Wandel – Herausforderungen und Chancen für den Frieden“ will die Motive und Optionen dieser drei Mächte darlegen und in diesem Zusammenhang auch nach der individuellen und politischen Verantwortung für die Realisierung von Frieden im Zeitalter der Globalisierung fragen. Den Beginn dieser Reihe bildet der Vortrag von Prof. Dr. Sandschneider am 11. Dezember: Supermacht China? Chancen und Risiken des Riesenreichs. |
|
|
China hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ökonomischen Riesen mit zunehmendem politischen Gewicht entwickelt, der Hoffnungen und Ängste schürt. Die Frage der zukünftigen außen- und weltpolitischen Rolle Chinas sowie des Umgangs mit dem Riesenreich stellt sich immer dringender. |
|
|
Welche Rolle spielen außenpolitisch ungelöste Territorialkonflikte (bspw. Taiwan), welchen Einfluss haben Minderheitenkonflikte und Menschenrechtsprobleme, die Gleichzeitigkeit unermesslichen Reichtums und großer Armut, Umweltprobleme und der zunehmend fragile Machtanspruch der Kommunistischen Partei auf die zukünftige Entwicklung Chinas? Und inwieweit könnten Handelskonflikte und der Energiehunger Chinas für neuen Zündstoff sorgen? |
|
|
Eberhard Sandschneider identifiziert den Aufstieg Chinas als den entscheidenden machtpolitischen Konflikt auf der internationalen Bühne des frühen 21. Jahrhunderts. Dieser Konflikt werde nicht zwangsläufig militärisch, sondern auf den neuen Feldern globaler Positionierung ausgetragen: Imagewettbewerb, wirtschaftliche Konkurrenz, Rivalität um Ressourcen und technologischer Wettlauf bestimmten die Machtpolitik der Gegenwart. Noch sei die globale Rivalität zwischen China und dem Westen nicht durch Konfrontation bestimmt. Doch Sandschneider erwartet, dass China seinen derzeitigen Pragmatismus in der Außenpolitik künftig zugunsten einer konsequenten globalen Interessenpolitik aufgebe. Eine schlüssige Antwort auf die Frage, wie der Westen den friedlichen Aufstieg Chinas erfolgreich begleiten könne, blieben USA wie EU bislang schuldig. |
|
|
Prof. Dr. Eberhard Sandschneider gehört zu den international bekanntesten und einflussreichsten Außenpolitik-Experten und beschäftigt sich seit über 25 Jahren intensiv mit Fragen chinesischer Innen- und Außenpolitik. Er ist Direktor des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und Inhaber des Lehrstuhls für Politik Chinas und Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin. |
|
|
|
|
|
|
|