Sommer, Sonne, Sonnenschein

60 KonfirmandInnen aus Arpke, Immensen und Sievershausen haben in der ersten Ferienwoche das Ijsselmeer erkundet


(Gerade) Beim Segeln müssen alle mit anpacken.

Wo macht „Konfer“ mehr Spaß, als auf hoher See? 60 Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen haben in der ersten Ferienwoche auf den Segelschiffen Deo Volente, Hannus und Zuiderzon das holländische Ijsselmeer erkundet. Die Fahrt ist fester Bestandteil im Konfirmandenunterricht der Gemeinden.

„Hier kann man die Anliegen des Konfirmandenunterrichts - Gemeinschaftserleben, Tagesgestaltung, geistliche Akzente, aber auch Pflichten – sehr gut miteinander verbinden“, sagte Immensens Pastor Martin von Brück. Er hatte die Fahrt bereits zum zweiten Mal organisiert. Die Idee stammt aus dem Kirchenkreis Wesermünde-Süd, der seit fünf Jahren mit über 300 Jugendlichen in See sticht. Auch die beiden Lehrter Matthäus- und Markuskirchengemeinden haben seit zwei Jahren eine „Flotte“.


Wovor habe ich Angst? Dass Freunde oder Familienmitglieder sterben, vor Flugzeugabstürzen oder vor der nächsten Mathearbeit - KonfirmandInnen schreiben ihre Antworten auf kleine blaue Wellen.

„Hier müssen alle an einem Strang ziehen, damit die Schiffe vorwärts kommen“, weiß von Brück. Bei Temperaturen über 30 Grad wollte allerdings der eine oder andere lieber an Deck dösen, als das Großsegel zu hissen. Auch das Einkaufen, Kochen und Saubermachen übernahmen die Jugendlichen, sie hatten sich dafür in vier Gruppen aufgeteilt. „Einige mussten erst lernen, dass es in einer Gemeinschaft auch Aufgaben und Pflichten gibt“, sagte Pastor Martin von Brück.

Da die Segelfahrten fester Bestandteil im Konfirmandenunterricht sind, gab es jeden Tag eine kleine Unterrichtseinheit. Sie orientierte sich am Bild des Schiffes. Zum Thema Mannschaft knüpften die Konfirmanden etwa ein Netz, das ihre Gemeinschaft symbolisieren sollte. Neben ihre einen Leuchtturm sollten die Konfirmanden am nächsten Tag schreiben, woran sie sich orientieren. Ihre Ängste notierten die Konfirmanden später auf kleinen blauen Wellen. Beim Thema Hafen wurde abschließend auch der Sonntagsschutz diskutiert. Abends gab es dann eine kleine Andacht, einmal sogar auf Wunsch der Konfirmanden mitten im Watt zu den „Spuren im Sand“ von Margaret Fishbac Powers.

1, 2, 3... ich komme! Das Schwimmen vom Schiff hat den Konfis besonders viel Spaß gemacht.

Bei Flut konnten sich die Jugendlichen am Strand austoben, spontan gab es auch ein kleines Fußballturnier. Wegen des schönen Wetters nahmen die Jugendlichen auch Kurs auf die Nordseeinsel Terschelling im holländischen Wattenmeer. Um für Abkühlung zu sorgen, schickten die Skipper ihre Besatzung ab und zu über die Planke: „Das Baden vom Boot ist irre“, freute sich eine Konfirmandin. Einigen von ihnen wollen vielleicht bald selbst als Betreuer mitfahren.

Text und Fotos: Henrik Jonas Günther (Betreuer auf der "Zuiderzon")

Quelle: GoogleEarth