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Das zweite Pfarrhaus erblüht zu neuem Leben. Fotos: Herbert Baller (4)
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Zu neuem Leben erblüht das historische Pfarrgebäude in Sievershausen. Das Häuschen von 1831 an der Schwüblingser Straße hat neue Besitzer gefunden und wird liebevoll restauriert. |
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Über mehrere Generationen hat das historische Gebäude hier praktizierende Pastoren mit ihren Familien seit 1831 beherbergt. Doch nachdem das Haus seine eigentliche Bestimmung verloren hatte und zuletzt mehr und mehr verfiel, drängte das Kirchenkreisamt auf den Verkauf des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. |
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Der Zufall wollte es, dass das Ehepaar Kramer-Aschemann über das Internet gerade dieses Gebäude sympathisch fand. „Das Haus sieht hübsch aus, das ist es“, war sofort ihr Gedanke erzählen sie. Das Paar hatte Fantasie genug, es sich nach ihren Wünschen renoviert vorzustellen und fügte der Bewerbung gleich ein eigenes Konzept bei – nun leben sie bereits in Sievershausen. |
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In einem sehr guten Zustand sind die verschiedenen Ornamente an der Haupteingangstür.
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Der graue Außenputz und das Ambiente erinnerte das Paar an ihren bis dahin gehegten Traum an ein Häuschen in Südfrankreich. „Dort wollten wir genau so ein Haus kaufen“, sagt Wiebke Aschemann. „Nun haben wir Frankreich nach Sievershausen verlegt.“ |
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Ehemann Jörg Kramer bringt für die anstehenden Renovierungsarbeiten des Hauses mit 300 Quadratmetern Grundfläche beste Voraussetzungen mit: Sein Ausbildungsberuf Tischler und die Erfahrung in diversen Firmen für Innenausbau und Dachdeckerarbeiten zahlen sich aus. „Das kann man nicht so nebenbei machen“, sagt er und widmet sich nun voll der neuen Aufgabe. Es müssten neue und zusätzliche Dachsparren eingebaut sowie Kehlbalken ausgewechselt werden. „Dann folgen das Dach und die Wärmedämmung“, erklärt der gebürtige Hannoveraner. |
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Mehr als 60 Tonnen Schutt wurden von beiden schon entsorgt. Geplant ist ein ökologisches Haus, das mit nachwachsenden Brennstoffen beheizt werden soll. In etwa zwei Jahren soll das zu einem Ensemble auf dem Kirchengelände gehörende Gebäude dann fertig restauriert sein. |
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Jörg Kramer hat durch das Einziehen von zusätzlichen Sparren Stabilität in das Dach gebracht.
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Das zweite Pastorenhaus |
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Nur wenige wissen, dass das historische Haus an der Schwüblingser Straße einmal das Sekundariats-Pfarrgebäude, auch zweites Pastorenhaus genannt, war. Seit 1831 beherbergte es über mehrere Generationen die in Sievershausen praktizierenden Pastoren mit ihren Familien. Das war in der Zeit, als Sievershausen noch eine Superintendentur hatte und für viele Nachbargemeinden ein zweiter Pastor zuständig war. Dies änderte sich 1965: Nach 242 Jahren wurde die Superintendentur aufgelöst und nach Burgdorf verlegt. Die umliegenden Gemeinden machten sich selbstständig und das zweite Pastorenhaus verlor seine Bestimmung. |
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aus: |
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"Peiner Allgemeine Zeitung" |
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vom 21. August 2010 |
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Red. Herbert Baller |
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Ein originales Innentürschloss bleibt natürlich erhalten.