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Das Antikriegshaus hat im vergangenen Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Archiv-Foto: Henrik Jonas Günther
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Am 31. August dieses Jahres wäre Klaus Rauterberg 80 Jahre alt geworden. Wir nehmen dieses Datum zum Anlass für eine angemessene Würdigung der Person Klaus Rauterberg und für einen Rückblick auf die Anfänge der Friedensarbeit Rauterbergs in Sievershausen. |
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Die Veranstaltung wird am Sonntag, den 29. August, von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr im Antikriegshaus stattfinden. Zu Gast ist Pastor i. R. Hartwig Hohnsbein, damals Pastor in Lehrte, ein Weggefährte Rauterbergs, Mitstreiter und Zeitzeuge für die Friedensarbeit am Ende der 60er und in den 70er Jahren. |
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Beginnen wollen wir den Nachmittag mit einer Wegbenennung: Der Weg hinter dem Antikriegshaus, der von der Straße nach Schwüblingsen entlang des ehemaligen Schlachtfeldes von 1553 zur Antikriegswerkstatt, zum UmdenkMal „Hellebarden zu Rosenstöcken“ und zum Moritzdenkmal führt, erhält an diesem Tag den Namen „Klaus-Rauterberg-Weg“. |
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Nachdem im Anschluss bei einer Tasse Kaffee Gelegenheit besteht, persönliche Kontakte zu pflegen bzw. aufzufrischen, wird Hartwig Hohnsbein uns dabei behilflich sein, das Gedächtnis aufzufrischen. Er kann aus eigener Erinnerung über die enorme Bandbreite und den erstaunlichen Einfallsreichtum der damaligen Friedensarbeit berichten: International ging es vor allem um den Vietnamkrieg, den Jom-Kippur-Krieg zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn und den Militärputsch gegen die Regierung Allende in Chile. Innenpolitisch standen u.a. das Aufkommen der rechtsradikalen NPD, der sogenannte ‚Radikalenerlass‘, die Reform des Paragraphen 218 StGB und die Rote-Punkt-Aktionen gegen die Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen hannöverschen Nahverkehr auf der Tagesordnung. Mehrfach kam es zu Konflikten mit der Kirchenleitung; das Tragen des Talars auf einer Demonstration in Hannover brachte Pastor Hohnsbein und Pastor Rauterberg ein Amtszuchtverfahren ein. |
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Pastor Hohnsbein ist bis heute in der Friedensarbeit aktiv. Sein Bericht über die 60er und 70er Jahre wird daher nicht nur Erinnerung an einen enorm lebendigen Zeitabschnitt sein, sondern zugleich Ermutigung und Ansporn für die Weiterarbeit heute. |
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gemeldet am 21.08.2010 um 12.08 Uhr |
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