include_once ("/var2/www/html/kk-burgdorf/www.kirchenkreis-burgdorf.de/amiscara/cls/cl_RuntimeEngine.php"); ?> $__runtime = new RuntimeEngine(); ?>
|
|
|
|
Zum Sonntag
von Manuela Fenske-Mouanga
Dipl. Sozialpädagogin
Koordinatorin im Ambulanten Hospizdienst des Kirchenkreises Burgdorf
Lassen Sie uns mit den Trauernden solidarisch sein
Am Totensonntag gedenken evangelische Christen der Verstorbenen. Gräber werden geschmückt, und in den Gottesdiensten stehen die Endlichkeit des Lebens, Tod und Trauer im Mittelpunkt.
Für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe für Trauernde gehören diese Themen das ganze Jahr über zum Alltag. Sie haben nicht nur den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen zu bewältigen. Durch den Tod verändert sich für die Hinterbliebenen ihre Beziehung zur Welt und die der Welt zu den Hinterbliebenen. Oft begegnen ihnen Hilflosigkeit, Unverständnis und Rückzug ihrer Mitmenschen.
Das ist einerseits verständlich. Trauernde halten uns den Spiegel vor, wie es uns nach dem Tod eines vertrauten Menschen gehen könnte. Diese Vorstellung ist unangenehm. Besonders beunruhigt es uns zu sehen, wie lange sie oft trauern. „Das ‚Trauerjahr’ ist doch vorbei,“ oder „Das Leben geht weiter“ – so oder ähnlich hören sich gut gemeinte, doch wenig hilfreiche Ratschläge an.
Trauer ist aber auch ein sehr verbindendes Gefühl. Wie war das nach dem Arbeitsplatzverlust? Wie fühlte es sich an nach der Scheidung oder als das Kind ins Ausland ging? Wir alle kennen dieses Chaos an übermächtigen Gefühlen wie Traurigkeit, Ohnmacht, Zorn und Angst. Wir alle wissen, wie sie sich anfühlen, die „kleinen Tode“, die uns im Leben immer wieder begegnen. Sie geben uns eine Ahnung von der Situation Trauernder und von dem, was dann nötig ist: jemand, der da ist, ohne sich aufzudrängen; jemand, der Gefühle und Tränen aushält und sich nicht über „seltsame“ Verhaltensweisen wundert.
Es ist schwer – dennoch: Lassen Sie uns solidarisch sein mit den Menschen, denen das Leben das vielleicht Schmerzlichste abverlangt. Der morgige Totensonntag ist eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen.
|