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Zum Sonntag von Pastor Friedrich Kanjahn Kirchengemeinde Dollbergen-Schwüblingsen „Ich lasse Dich nicht fallen, ich verlasse Dich nicht“ Die ersten Tage dieses neuen Jahres sind von Bildern aus Bad Reichenhall geprägt, von den Rettungsarbeiten an der zusammengestürzten Eissporthalle. Unvorstellbar schwer, was die Familien durchleben müssen, die Angehörige bei dem Unglück verloren haben. Von einem Moment zum anderen hat sich das Leben verändert. Tiefe Wunden werden zurückbleiben, Trauer, Ohnmacht. Für diese Familien hat das neue Jahr jedenfalls nicht gut begonnen. Vor uns liegt das neue Jahr wie ein Buch mit vielen leeren Seiten. Noch sind viele Seiten frei für Erwartungen an dieses neue Jahr. Für ein höheres Wirtschaftswachstum, für neue Arbeitsplätze. Etliche erwarten, dass sie wieder Arbeit finden. Eine geplante Operation soll Besserung bringen, eine Prüfung ist zu bestehen. Manche haben bestimmte Vorsätze gefasst. Oder es soll ganz einfach ein Jahr mit weniger Katastrophen sein als das letzte … Erwartungen und Wünsche erfüllen sich nicht von selbst. Und manchmal läuft das Leben ganz anders als vorgesehen, wird abrupt verändert oder beendet wie in Bad Reichenhall. Diese Erfahrung sollte niemanden davon abhalten, Erwartungen, Wünsche und Ziele für 2006 auszusprechen und alles zu versuchen, sie auch zu verwirklichen. Schließlich sind wir nicht allein. Wir können auch dieses Jahr im Vertrauen auf Gott leben, mit den Worten, die für dieses Jahr als Leitwort für die evangelischen Kirchen ausgesucht worden sind. Gott hat Josua, dem Nachfolger von Mose, versprochen: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ (Buch Josua, Kapitel 1, Vers 5b). Darauf können auch wir vertrauen, von Gott gehalten können wir in dieses Jahr gehen. Das haben viele Christen erlebt. Schließlich lohnt es sich, auf Gott zu vertrauen. |