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Zum Sonntag von Manuela Fenske-Mouanga Koordinatorin im Ambulanten Hospizdienst des Kirchenkreises Burgdorf. Kirche lebt durch Weggefährten Es war eine große Belastung für uns, aber wir sind froh, dass meine Mutter bis zuletzt zu Hause bleiben konnte. Sie wollte nicht im Krankenhaus sterben. In diesen Worten lag ein gewisser Stolz. Die Tochter einer Frau, die wir im Rahmen unserer ambulanten Hospizarbeit beraten und begleitet hatten, sagte sie mir während eines Trauergespräches. Sie und ihre Familie hatten es geschafft, der Mutter ein Sterben zu Hause in Würde zu ermöglichen. Die meisten Kranken und Sterbenden haben den Wunsch, ihre letzten Lebenstage daheim zu verbringen. Obwohl die Mehrzahl immer noch in Krankenhäusern oder Pflegeheimen stirbt, erfüllen zunehmend mehr Menschen sich oder ihren Angehörigen den Wunsch, zu Hause Abschied zu nehmen. Und sie müssen dies nicht alleine tun. Von ambulanten Hospizdiensten erhalten sie qualifizierte Beratung von Fachkräften und unterstützende Begleitung durch Ehrenamtliche. So kann auf Wunsch ein engmaschiges Netzwerk an Hilfen – wie Pflegedienst, Schmerztherapie oder Seelsorge – organisiert werden. Den wichtigsten Stellenwert aber hat oft die Begleitung durch die Ehrenamtlichen. Sie bringen Zeit mit: für Gespräche, für einen letzten Spaziergang im Rollstuhl oder einfach zum Dasein. Sie versuchen, die Bedürfnisse und die Gefühle des Sterbenden offen und achtsam wahrzunehmen, seine Angst, seinen Schmerz, seine Trauer und seine Hoffnung. Ohne diesen christlichen Dienst der Mitmenschlichkeit wäre ambulante Hospizarbeit nicht denkbar. Solche Begleitung meint eigentlich Weggefährtenschaft, damit die letzte Wegstrecke des Lebens – die vielleicht schwerste – nicht in Einsamkeit endet. „Danke für die Zeit, die Sie und Ihre Mitarbeiter für uns gehabt haben,“ waren die letzten Worte der Tochter am Ende eines Trauergespräches.
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