St.-Paulus-Kirche in Burgdorf


Zum Sonntag von Pastor Matthias Paul St.-Paulus-Kirche Burgdorf Kirche lebt durch Ökumene Eigentlich gehört das Motto "Kirche lebt durch …" zu "unserer" Kirchenvorstandswahl am 26. März. "Wir" - das ist die Evangelische Kirche. Verglichen mit den Katholiken sind wir bei uns in großer Mehrheit. Aber einen Grund, darauf besonders stolz zu sein, haben wir wohl nicht. Zu sehr wissen wir, wie die Bindung zur Kirche nachlässt - genau in dem Maß, wie sich überhaupt in der Moderne traditionelle Bindungen und Werte auflösen. Die Kirchenmitgliedschaft ist nicht mehr einfach nur da, sondern sie will auch ganz persönlich als sinnvoll erlebt werden. Diesen Wunsch finde ich ganz selbstverständlich. Wer will schon einfach nur so "mitschwimmen". Auf der anderen Seite: Was ist es genau, wenn wir "Kirche" sagen? Viel lieber ist es mir, von der "Gemeinde" zu sprechen. In diesem Wort ist viel klarer ausgedrückt, dass es in der christlichen Gemeinschaft auf jeden einzelnen ankommt, sich mit den eigenen Gaben und Fähigkeiten einzubringen. Von nichts kommt nichts. Eine Kirchengemeinde funktioniert anders als die Teilnahme an einer Veranstaltung, die andere vorbereiten, für die ich Eintritt bezahle und dann aber auch eine entsprechende Gegenleistung erwarte. Darum geht es auch nicht, dass wir Christen an den Grenzen unserer eigenen Konfession halt machen. Die christliche Gemeinde ist größer als die einzelnen Kirchen. Ja, wir verraten wohl die Sache Jesu selber, wenn wir Zäune zwischen uns hochziehen. Darum bin ich sehr dankbar für die ökumenische Zusammenarbeit, die wir vor Ort erleben. Ganz selbstverständlich hat sich ein Bewusstsein entwickelt, dass nur ein gemeinsames Zeugnis glaubhaft und zum Glauben verlockend sein kann. Übrigens: Die katholische Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatswahl wird am 5. November sein - unter dem schönen Motto: "Aufkreuzen".