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Zum Sonntag von Pastor Sven Kahrs Kirchengemeinden Rethmar und Haimar April, April! Na, sind Sie heute in den April geschickt worden? Vielleicht sind Sie ja auch einer Meldung in dieser Zeitung auf den Leim gegangen oder haben einen weiten Weg umsonst gemacht. Und am Ende ist es immer dasselbe: „April, April“, ruft einer, und man steht dumm da. Der Ursprung des Aprilscherzes ist nicht genau bekannt. Manche vermuten ihn in einem Narrenfest bei den alten Römern. An diesen Ursprung erinnert auch Mark Twain: „Der erste April ist der Tag, an dem wir uns daran erinnern sollen, was wir die anderen 364 Tage im Jahr sind: nämlich Narren.“ Keiner von uns lässt sich gern zum Narren halten – jedenfalls nicht außerhalb der Karnevalszeit. Dabei kommen die Narren in der Bibel nicht so schlecht weg. In einer Welt, in der nur die vermeintlich Starken und Klugen das Sagen haben, sieht der Apostel Paulus sich und seine Mitstreiter als „Narren um Christi willen“. Er ist sich sicher: Der Glaube an Jesus Christus stellt die Verhältnisse auf den Kopf. Christen glauben an einen Gott, der ganz schwach und als Gespött der Welt am Kreuz geendet ist. Dieser Gott steht an der Seite der Schwachen und an der Seite derer, die von der Welt zum Narren gehalten und zu Außenseitern gemacht werden. Diese „Narrenfreiheit“ vor Gott bedeutet für mich auch, dass ich mich selber nicht immer so ernst nehmen muss. Ich kann zu meinen Fehlern und Schwächen stehen und sogar mal über mich lachen – auch, wenn ich wieder einem Aprilscherz zum Opfer gefallen bin.
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